Der Vertrag ist zurück

Gestern, nach fast zwei Wochen, kommt der Vertrag für den Kauf meines Knudsen endlich an. Jetzt habe ich eine etwas größere Sicherheit, das Auto auch bearbeiten zu können.
Leider haben sich bisher die Möglichkeiten der Restaurierung weiter eingeschränkt. Einige Optionen, die finanziell und auf Grund zusätzlicher neuer Erfahrungen, interessant gewesen wären, fallen immer mehr weg. Ich bin gespannt, wie es weiter geht. Mein Kumpel Hans Dieter, den ich aus Indonesienkenne, ist noch immer stark involviert und hat auch gute Vorschläge.
Meine Befürchtung wächst jedoch, dass ich wieder selber an die Blech- und Lackarbeiten gehen könnte. Das möchte ich aber nicht wirklich. Mir gefällt das warme Kellerbüro immer besser. Die Werkstatt nur noch in Ausnahmefällen. Man ändert sich halt.
Gerade heute hat mich unsere Jüngste als „alt“ bezeichnet, der die heutigen Kinder ja gar nicht mehr verstehen könnte. In einigen Punkten gebe ich ihr recht 😉

Nächste Woche werden sich meine Gedanken dann vermutlich weiter weg von Auto, lokaler Politik und Pubertät bewegen. Dienstag geht es erst einmal nach Afrika. Das Tansania Projekt steht an.

 

Automobile Vergangenheit

Mit alten Autos bin ich aufgewachsen und habe einen Großteil meiner Freunde und Bekannten über dieses gemeinsame Hobby gefunden. Nur zwei der Fahrzeuge waren neu gekauft, Eine Art Belohnung nach bestandenem spätem Lehramtsstudium 2008. Ich würde dies heute nicht mehr machen.
Allerdings ist unser aktuelles Auto auch neu gewesen, aber geleast. Dies erschien vorletztes Jahr sinnvoll. Ein E-Auto zum täglichen Fahren leasen hieß, sich nicht zu fest zu legen. Aus heutiger Sicht würde ich vermutlich eher kaufen. Finanzierung kostet derzeit nichts und die Wiederverkaufswerte für gebrauchte E-Fahrzeuge sind gut.

Da das neue Bastelobjekt ja noch weit entfernt in Hessen kann ich unsere Auto Historie etwas aufarbeiten. Unsere älteste Tochter schlug sogar vor, wir mögen doch ein Büchlein darüber verfassen. Mal sehen, ob das etwas wird.

Hier erst einmal eine kurze Map als Übersicht.

mindmap autos offen

Etwas Sinnvolles hat es ja, hauptsächlich alte Autos zu fahren. Sie müssen nicht zu früh neu produziert werden. Andererseits sind sie manchmal auch nicht so sparsam und abgas-gereinigt wie moderne Fahrzeuge. Am Besten ist natürlich, auf das Fahrzeug zu verzichten. Aber sage dies mal einem Deutschen, der in den 1980ern seine Jugendjahre erlebte. Damals waren Autos der Traum jedes Heranwachsenden. Meiner auch.

Gekauft

Wie schon einmal habe ich das neue alte Fahrzeug gestern telefonisch gekauft. Auch der Kaufvertrag ist dort und per Mail bestätigt. Jetzt habe ich Hoffnung, den Taunus auch zu bekommen.
Natürlich muss ich ihn holen oder direkt zum Restaurator bringen. Dieses Problem ist aktuell in der Diskussion. Zwei Wochen habe ich ja noch um zu planen, danach geht es erst einmal nach Tansania um dort Bildungsarbeit zu leisten und Spaß zu haben.
Immerhin, ein akzeptabler Preis, mehr als das Sechsfache meines Kaufpreises im Jahre 1983, als ich diesen Fahrzeugtyp als erstes Auto erwarb, aber ein so seltener Oldi ist es mir derzeit wert.
Zusätzlich gibt es einige Ersatzteile und eine Quelle für weitere Teile ist dort auch gleich vorhanden.
Es geht also langsam voran.

Kaufen oder nicht kaufen?

Gestern Nacht habe ich ein brauchbares Taunus Restaurationsobjekt gefunden. Ersatzteile für einige Rostteile gibt ey auch noch. Die Innenausstattung scheint vollständig, wenn auch im schlechten Zustand. Und sogar der Chrom der Stoßstangen sieht ganz gut aus.

Gehe ich den nächsten Schritt und realisiete die Folgekosten,-arbeiten und -stressmomente? Die Entscheidung sollte ich heute fällen.

Leider weiß ich noch nicht, wo die Blecharbeiten dann stattfinden. Und wann das Auto abgeholt werden sollte.

Eine spannende Diskussion mit der Familie folgt gleich.

Auto besichtigen

Freitag Nacht werde ich mein Wunschauto besichtigen. Knapp in den neuen Bundesländern gelegen werde ich nach einem Bonner SES Treffen dort Station manchen. Die Umbuchung meiner Bahnfahrten hat lange gedauert und Geld gekostet. Leider muss ich mir nun in Bonn ein Auto mieten, da mein Anschluss Termin am Samstag in Elmshorn anders nicht zu halten ist. Leider hatte ich schon länger zugesagt dann di Meisterprüfung mit abzunehmen.

So hat man halt auch im Sabbatjahr mal Zeitstress. Heute Ihk Prüfung in Elmshorn und Musical in HH. Morgen nach Bonn zum SES, dann Freitag Abend zum Auto gucken und Samstag Früh wieder Elmshorn zur Prüfung

Zum Glück ist das alles freiwillig.

Eigensinnig sein oder relaxen?

Heute rief der alte Ford Anbieter wieder an, der avisierte Käufer, dem er den Wagen zwischenzeitlich verkaufen wollte ist abgesprungen, nun könne ich wieder zugreifen.
Will ich das noch? Ich bin immer noch ziemlich sauer und würde darum lieber ein anderes Grundmodell erwerben.
Leider meldet sich der zwischenzeitlich interessant gewordene Anbieter aus dem mittleren Deutschland nicht schnell genug um neue Verhandlungen aufzunehmen.

Hin- und her-gerissen zwischen Enttäuschung und der Aussicht auf einen einigermaßen guten Taunus für die Restauration sitze ich hier und warte auf den Abend um Telefonate zu führen. Egal wie ich mich entscheiden sollte, im Nachhinein ist man schlauer.
Welche Grundsubstanz nun besser ist, kann ich kaum beantworten.

Leider steht im Moment der März Termin für die Restaurierung auch nicht mehr so sicher fest. Es ist wie so oft bei Projekten. Planung hilft, verhindert aber nicht das Chaos.

Was aber sicher ist, nur noch zwei Wochen bleiben mir zur Vorbereitung für die März Termine, denn zwischendurch werde ich vier Wochen in Tansania verbringen. Dort kümmere ich mich aber dann um andere Dinge.

Frust

Jetzt organisiere ich eine Woche Teile, Termine und Abholmöglichkeit für den Ford und dann das.
Habe heute beim Ex Besitzer angerufen um den Termin zu vereinbaren und da teilt er mir mit, dass morgen jemand kommen will der das Fahrzeug abholt. Auf einen Kaufvertrag per Telefon kann man sich heute scheinbar nicht mehr verlassen.
Ich weiß, manchmal bin ich zu gutgläubig, aber ich vertraue den Menschen leider gerne. Jetzt bin ich sauer und enttäuscht.
Morgen Abend muss ich über meinen Schatten springen und noch einmal dort anrufen, obwohl ich den Kerl jetzt nicht mehr leiden kann. Vieleicht ist dann der andere Käufer ja nicht erschienen.
Meine Vorurteile gegenüber Autoverkäufern steigen wieder. Dieser hier ist auch noch einer, der beruflich Neuwagen verkauft. Ich verrate mal lieber nicht wo, aber dort werde ich sicher keinen Wagen mehr ansehen oder gar kaufen.

Wenn der Taunus nicht so selten in einigermaßen gutem Zustand verfügbar wäre, dann würde ich einfach weiter suchen. Außerdem stehen schon die März Termine für die Restauration ziemlich fest. Ob das noch zu schaffen sein wird?

Morgen geht es zum Feuerwehrball, ich denke ich werde ein Bier mehr trinken als sonst 😉

Blei Batterien sind wohl besser

Zumindest für mei Oldi Projekt. Wenn das Auto selten gefahren wird und nur kurze Strecken bewältigen muss, sind Lithium Akkus zu teuer und weniger Ökologisch.

In unserer Zoe ist dies anders, denn oft und über weite Strecken bewegt würden Blei Akkus zu häufig zu tauschen sein (ca alle vier bis fünf Jahre).

Zudem sind die Anschaffungskusten für Akkus und Ladegerät günstiger, Blei Batterien werden vielfach in Europa produziert und das Recycling funktioniert schon länger effektiv.

Leider sind sie schwer, womit die Zuladung im Fahrzeug schwindet.

Für jeden Zweck das Richtige zu finden ist eine Kunst. Beide E Roller für unsere Nahverkere fahren mit Blei, E Bikes und Familienauto mit Lithium.

Oldi und Co2 Bilanz

Was bedeutet es eigentlich für die Klimabilanz, wenn man ein altes Auto zu neuem Leben erweckt?

Nach dem Bericht auf edison Media werden für den Bau eines Mittelklasse Autos erwa 4,5t Co2 freigesetzt. Dafür könnte man mit einem Benzin Fahrzeug etwa 25.000 km fahren. Andere Studien gechen sogar von 10 bis 12 Tonnen CO2 pro produzierten Auto aus.

Vereinfacht gerechnet könnte ich von einer „Gutschrift “ von 50.000km ausgehen, wenn ein Auto nicht neu gebaut werden muss.

Der Taunus, den ich wieder auf die Straße bringe ist etwa 50 Jahre alt, hat also schon vier Autoleben hinter sich. Gutschrift rechnerisch 200.000km Fahrleistung.

Da ich aber einen Elektro Motor einbauen werde wird die Berechnung schwierer. Welchen co2 Ausstoß hat der Umbau und die Akkuproduktion der neuen Batterie? Das werde ich noch erforschen.

Zumindest bei den direkten Co2 Belastungen beim Fahren mit etwa 50g Co2 je km beim e Auto komme ich mit 4,5t co2 dann 90.000km weit.

Diese Fahrleistung wird ein Oldtimer aber sicher selten noch erbringen weil er doch eher in Garagen auf die schönen Sonnentage wartet.

Und natürlich gibt es auch CO2 Ausstoß bei der Batterieproduktion. Hier wird gerne eine große Tesla Batterie als Beispiel genannt, die unter ungünstigsten Bedingungen produziert einen Ausstoß von 22 Tonnen hätte. Unter günstigen Bedingungen übrigens durchaus gegen Null tendieren kann. Wenn dann noch bbedacht wird, dass e Autos und batterien schon heute länger halten als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren, dann bräuchte ich die Nachnutzug der Akkus für Solarstromspeicher gar nicht mehr anführen.

Ich habe mich nur bislang noch nicht entschieden, ob Blei oder Lifepo Akkus die beste Wahl sein werden.

Das Original meiner Jugendjahre

Schön, dass noch ein altes Foto aus dem Jahr 1984 gibt. Mein Scanner und das Original-Papier-Bild haben nicht die beste Qualität. Aber die technische Qualität dieses alten Ford war auch nicht so gewaltig.mein taunus 1984.jpg

Als 17jähriger habe ich 1983 für 990,-DM einen alten Ford Taunus Fastback gekauft. Ich meine, es war ein 1973 er Modell mit 1,6l Motor und 68PS.
Eigentlich hätte ich gerne einen Mustang oder Capri gekauft, aber als Lehrling bei der Post ohne reiche Eltern war das unmöglich. Immerhin sah der Taunus ganz sportlich aus.

Technisch musste viel getan werden, denn obwohl der Wagen nur 10 Jahre alt war, war das Blech an vielen Stellen rostig oder löchrig. Auch das Getriebe hatte sich nicht mehr gut angehört und der Auspuff musste repariert werden. Manchmal blieb er auch einfach stehen, weil die Drosselklappe im Vergaser sich verklemmte. Dies war immer besonders blöd, wenn man an der Ampel oder mitten auf Kreuzungen erst die Motorhaube öffnen musste um den Luftfilter zu entfernen und die Klappe wieder gängig zu machen.
Eine erste kritische Fahrsituation gab es auch, die sich dazu führte, dass ich heute meist vorsichtig fahre. Bei Glatteis, natürlich auf alten Sommerreifen und mit drei Mitschülern im Auto legte ich auf der Hamburger Süderstraße meine erste 360 Grad Drehung hin. Zum Glück war die Gegenspur gerade frei. Der Beifahrer sagte nur “ da haste ja gut reagiert“, weil wir direkt wieder in Fahrtrichtung zum Stehen kamen.

Andere schöne Erinnerungen haben mit meiner heutigen Frau zu tun, denn der Ford brachte mich an den Wochenenden oft über die 200 km schnell zu ihr. Das Fahren per Anhalter hat sich so meist erübrigt. Nur bei technischen Pannen oder wenn das Geld am Monatsende nicht für den Sprit reichte musste ich wieder per Daumen reisen.

Der Verkauf des Ford war leider ein Desaster und kann nur als Erfahrung für das Leben verbucht werden. Der Käufer kam, als ich nicht zu Hause war. Meine Oma übergab die Schlüssel und nahm einige Dinge als Sicherheit entgegen, weil gerade kein Bargeld da war. Das Geld habe ich nie gesehen, dafür musste ich mich aber mit der Polizei auseinandersetzen, denn der Käufer hatte das Fahrzeug nicht zugelassen, nicht versichert, nicht bezahlt und musste es dann bei Bremen stehen lassen.

Na ja, das erste Auto hat Spuren hinterlassen, seitdem habe ich meist alte Fahrzeuge gehabt und repariert. Erst mein zweites Fahrzeug war übrigens ein VW Käfer. In den habe ich mich aber nie verlieben können.