Motor raus

Das ging schnell, nachdem ich gestern gut vorbereitet hatte waren es nicht einmal zwei Stunden Arbeit bis der 1,6 Liter Vierzylinder aus dem Ford rau war. Getriebe und Kardanwelle sowie Abgasanlage habe ich gleich mit entfernt.
Sobald die Bleche kommen geht es an die Schweißarbeiten.IMG_20200331_133744

Und bis auf die beiden Schrauben des Außenspiegels habe ich noch keine störrische Schraube gefunden. Alles ließ sich gut lösen und demontieren.
Als Puzzlespiel bleiben jetzt noch die Türschlösser, deren Gestänge überredet werden muss. Danach brauche ich neue Schließzylinder, denn die alten passen nicht zu den Schlüsseln.

 

Zweiter Tag der Demontage

Heute war ich wieder beim Auto und habe es weiter zerlegt. Morgen kommt der Motor raus, danach die Kotflügel und sobald die ersten Bleche hier sind wird geschweißt. Es geht voran, wenn ich auch nicht allzu lange täglich durchhalte. Nach einigen Stunden habe ich den Feierabend begonnen.

Immerhin sind weite Teile des Armaturenträgers, der Himmel und der Spiegel ab. Im Motorraum sind die Anbauteile und Heizung abgebaut. Auch Motorhaube, Motorhalter und Getriebeglocke sind gelöst.

Jetzt wird der erste Einsatz der Hebebühne sinnvolle. Dort soll morgen der Motor vom Getriebe getrennt werden. Danach verschwindet er aus dem Auto.

Demontage

Mein Tag war ganz schön, denn ich konnte in der warmen Sonne den Ford zerlegen. Nach nur fünf Stunden mit viel Gequatsche zwischendurch, waren Sitze und Innenverkleidung sowie Zierleisten und Fenster inklusive Dichtungen ausgebaut.
Es ist schon erstaunlich, wie schnell das ging. Montag geht es an die Armaturen und den Motor. Danach sollten auch bald die Bleche zum Reparieren ankommen.
Ich hatte mich gestern richtig gefreut, einen Teilehändler für Ford Oldies in Holland zu finden. Harrie lässt regelmäßig Teile nachbauen und verkauft diese dann an Typen wie mich. Sogar neue Kotflügel werde ich wohl bekommen, sobald nach der Covid Krise das Werk wieder fertigt. Alle Bestellungen sind derzeit in der Warteschleife.
Mit den Blechen für Front- und Heckschürze, Seitenwand und Türkanten kann erst einmal weiter gewerkelt werden. Preislich halten sich diese Teile noch im angenehmen Bereich (billiger als bei vielen Neuwagen).
Der Gesamtzustand des Ford hat mich heute positiv überrascht. Nicht eine Schraube war so festgegammelt, dass sie sich nicht lösen ließe. Die Anzahl der Rostlöcher ist nur unwesentlich gestiegen. Wobei es die typischen Stellen betrifft. Dafür sind die Löcher angenehm klein.


Sogar die Scheiben sind heil ausgebaut, nur neue Dichtungen sollte ich schon noch finden, denn die alten sind schon arg porös.

Bei Sonnenschein am Oldie schrauben ohne Zeitdruck zu haben machte richtig Freude.

Kotflügel gesucht

Ich hätte nicht gedacht, dass es schwierig werden würde für einen 1975er Taunus vordere Kotflügel zu finden. Aber bislang bin ich erfolglos.
Dafür konnte ich einen Lieferanten finden, der Front- und Heckbleche fertigt. Teile die bei diesen Autos eigentlich schon vor dem ersten TÜV Termin durchgerostet waren.
Nachteil ist die Mindestbestellmenge von 50 Stück. Was sollte ich damit anfangen? So viele Ford Knudsen Liebhaber gibt es hier doch gar nicht – oder?

Egal, heute war ich das Auto besuchen, morgen wird mit der Demontage begonnen. Sitze und Innenverkleidungen müssen weichen.
Die Fenster baue ich besser noch nicht aus, denn neue Gummis habe ich auch noch nicht auftreiben können.

Die Suche geht weiter.

Teilesuche

Es ist schon aufwändig aber auch spannend. Gestern habe ich den neuen Wagen auf der Hebebühne untersucht und eine erste Liste mit zu beschaffenden Ersatzteilen erstellt. Die Technik wie Bremsen und Fahrwerk sind meist neu oder überholt zu bestellen. Aber Teile wie Kotflügel, Reparaturbleche oder Fensterdichtungen bereiten größere Probleme. Die Suche geht weiter.
Benötigtes Teil: Frontschürze Blech, Heckschürze Blech, Lenkung, Gummis Vorderachse, Traggelenke Vorderachse, Kotflügel links, Kotflügel rechts, Seitenteil Blech hinten links, Stoßdämpfer vorne, Stoßdämpfer hinten,   Bremsscheiben, Bremsbeläge, Bremssättel, Reparatursatz Bremssattel, Türspannstifte, Fenstergummis Heckscheibe, Fenstergummis Frontscheibe, Fenstergummis Seitenscheiben…

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Und demnächst wird dann auch die „Halle“ frei in der ich basteln kann. Als nächstes dann die Demontage. Die geht in der Regel schnell, vor dem Zusammenbau graust mir aber schon jetzt. Daran erinnere ich mich bei alten Projekten mit Schrecken.

Frühlingsanfang – Auto holen

Isolation im VW Transporter, so haben meine Tochter und ich den Frühlingsanfang verlebt. Morgens um vier aufstehen und kurz nach fünf in Richtung Kassel zu fahren. Nach etwa 500km in sechs Stunden dann das alte Auto, meinen Taunus aufladen. Die Ersatz-Teile auf der Pritsche festbinden und den Rückweg antreten. Persönliche Kontakte zu den Verkäufern oder Verkäufern im Imbiss unterwegs kamen nicht vor. Nur einmal musste ich einen geschlossenen Raum betreten, denn die Tankstelle hatte ihre Kasse weiterhin innen. Ich denke, mehr kann man kaum isoliert sein.
Abends dann wurde der Ford in die Selbsthilfewerkstatt gebracht und wir schauten uns noch kurz den Unterboden auf der Hebebühne an. Danach zu Hause ein Abschlussbier und ab ins Bett. Der Tag war anstrengend aber schön.
Das Beste daran, ich war über 15 Stunden mit der pubertierenden Tochter auf engem Raum zusammen und wir haben nicht gestritten. Ein seltener, schöner Tag.

Montag geht es weiter, dann wird die Liste geschrieben, welche Ersatzteile zu beschaffen sind. Dann Demontage beginnen und das Entrosten vorbereiten. Danach schweißen und die Technik überholen, grundieren und spachteln, dann lackieren und fast fertig. 😉

Montag zusätzlich mit der Zulassungsbehörde die konkreten Schritte besprechen, um diesen alten Wagen aus Holland in Deutschland zulassen zu können. Die Herausforderung wird sein, dass der Motor noch getauscht werden muss.

Es geht zumindest weiter. Ich habe Zeit und die Werkstatt ist nicht weit weg.
Außerdem ist dies ein Hobby bei dem wenig Ansteckungsgefahr besteht, denn in der Werkstatt bin ich fast immer alleine.

Planung läuft an

Samstag geht es (vermutlich) los. Immerhin habe ich den Abholtermin in Nordhessen für Samstag Mittag vereinbart und kann ein Zugfahrzeug plus Trailer von einem Tansania Tour Freund günstig ausleihen. Vermutlich sage ich aus zwei Gründen, denn ersten war ich gerade für längere Zeit in Afrika und da sind Planungsänderungen absolut üblich. Auch sind Zeitangaben für Termine eher etwas höfliches, aber nichts verbindliches. Einerseits eine angenehme Art zu leben, andererseits macht es die verlässliche Zusammenarbeit schwierig.
Zu Anderen muss ich natürlich die Virus Panik in Deutschland beachten. Wer weiß denn schon, ob ich am Samstag noch nach Hessen einreisen darf oder ob die Grenzen zwischen Nord- und Mitteldeutschland geschlossen werden. Außerdem könnte ich ja auch selber Husten bekommen und in häuslicher Isolation gehalten werden. Mal abwarten und Kaffee trinken.

Zumindest freue ich mich erst einmal auf den nächsten Realisierungsschritt. Eine Tagesfahrt zusammen mit der jüngsten Tochter kann sehr anstrengend sein. Es ist aber deutlich nötig einen Tag enger zusammen zu verbringen um die Stressfaktoren der Pubertät abbauen zu können. Hoffentlich geht das nicht nach hinten los und wir zanken uns nur noch mehr. Ich muss mir bezüglich des Adoleszenz-Verhaltens mehr Fatalismus angewöhnen um mit mir selber besser klar zu kommen.

Zurück zum Auto. Ich weiß schon, in welche Selbsthilfe Werkstatt es gestellt werden kann. Vermutlich habe ich auch schon einen Karosseriemeister, der die Blecharbeiten übernimmt. Auch die Technik wie Bremsen und Lager und Stoßdämpfer werde ich dort überarbeiten. Leider muss ich wohl selbst arbeiten um die Kosten zumindest ein wenig im Rahmen zu halten. Unterboden reinigen und Hohlraum versiegeln wird wieder über eine Spezialfirma erfolgen können. Leider mit 2000€ ein großer Einzelposten. Aber wenn das Auto einige Jahre durchhalten soll ist dies wohl sinnvoll.

Ein ungeklärtes Thema ist die Lackierung. Ich höre hier überall, dass kaum noch ein Lackierbetrieb diese Arbeit übernehmen mag. Die sind alle mit lukrativen Teillackierungen ausgebucht und wollen keinen Stress mit Oldtimer Liebhabern. Die Suche wird interessant, aber Ende April will ich so weit sein, dass das Auto technisch fertig ist und ich den E-Motor einbauen könnte.

E-Projekt und Virus Epidemie

Jetzt hätte ich Zeit mich um das Auto Projekt zu kümmern und dann kommt Corona.
Mein Plan, den Ford per Anhänger durch Europa nach Tunesien zu bringen um ihn dort in einer Werkstatt aufarbeiten zu lassen ist derzeit nicht durchführbar. Italien als Transitland fällt flach. Und ob die Tunesier uns Europäer dann noch hinein lassen würden bleibt fraglich.
In die USA dürfen wir ja schon jetzt nicht mehr reisen. Mal sehen wie sich das auf unsere Sommer Reisepläne auswirken wird.

Also habe ich heute mit einem Karosseriebauer und einer Selbsthilfewerkstatt Betreiber diskutiert. Es ist möglich und auch nicht unbezahlbar die Arbeiten hier in Itzehoe durchführen zu lassen. Nur die Lackierung wird wohl schwierig, denn die Lackierereien sind wohl zu gut ausgelastet um sich mit Problemautos befassen zu wollen.

Jetzt muss der Ford erst einmal hierher kommen. Einen Trailer zu mieten ist einfach, aber mir fehlt das geeignete Zugfahrzeug. Einen Dienstleister hätte ich auch schon gefunden, aber irgendwie würde ich die Transportkosten doch gerne etwas senken.
Zeit ist eigentlich genug da, aber trotzdem fühle ich mich etwas unter Zeitdruck.

Einige Gespräche stehen heute noch aus, dann werde ich den Abholtermin abstimmen. Womöglich habe ich Sonntag ja schon Zeit, denn die meisten anderen Veranstaltungen fallen ja derzeit wegen des Virus aus.,