Zwei Tage ohne Werkstatt

Heute und gestern habe ich nicht am Auto arbeiten können. Und ich vermisse es tatsächlich. Morgen ist Feiertag und die Hallentore bleiben geschlossen. Ich muss also bis Samstag Vormittag aushalten. Dann werde ich aber die Bleche in den Rahmen der Heckscheibe einsetzen.

Am Vorderbau kann ich derzeit nicht viel tun. IMG_20200428_132109Zwar konnte ich die Lampenrahmen bestellen und diese kommen sicherlich Samstag an, aber die neuen A-Säulen werden wohl einige Wochen auf sich warten lassen. Mein Karosseriemeister riet mir aber zum Kauf der neuen (Nachbauten) weil die Form sehr aufwändig ist, so dass pro Seite ein voller Arbeitstag eingeplant werden müsste. Da ist das Warten auf die Neuteile nur halb so teuer und arbeitsaufwändig. Also bestellen.

In der Zwischenzeit gibt es ja noch andere Blecharbeiten und vermutlich erste Spachtel- und Schleif-Übungen zu erledigen.

Endlich schweißen

Allmählich wurde es Zeit, das Auto wieder zusammen zu bauen. Nachdem ich den Vormittag wieder nur Teile rausgeschnitten habe und Bleche gebogen und gedengelt habe ging es nachmittags an das Schweißgerät. Einige eigene Punkte habe ich auch selber gesetzt. Dabei habe ich natürlich auch gleich ein großes Loch in ein neues Blech gebrannt. Aber mit etwas mehr Übung wird es immer besser. Das Loch habe ich zumindest selber wieder mit Schweißdraht füllen können. Morgen habe ich Zeit, in Ruhe weitere Übungen an unsichtbaren Stellen zu tätigen.

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Der Beginn der Schweißarbeit 27.4.2020

Einiges an Rostumwandler, Drahtbürsten, Blechen und Rostschutzfarbe ist schon verbraucht. Bislang stent aber nur ein Innenkotflügel und der Unterbau für den Windlauf fahrerseitig wieder. Es bleibt noch viel zu flicken.

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Da muss der Wischermotor wieder drunter passen

Noch macht es Spaß.

Mittwoch: endlich erschaffen

Montag konnte ich nicht viel schaffen, da ich mittags einen Backenzahn ziehen lassen musst. Jetzt weiß ich, wie sich der Taunus fühlt, wenn man marode Teile entfernt. Dienstag lag ich dann auch promt flach, weil die Entzündung mich aufs Sofa zwang. An Restaurationsarbeit war ebenso wenig zu denken wie ans Lernen von Suaheli.

Aber heute ging es einen Vormittag lang effektiv voran. Rostige Kotflügelkante vor dem OP SchnittNeben dem Raustrennen konnte ich die ersten drei Bleche biegen und dengeln. Den Kotflügelkanten abschneiden und entrosten. Auch die neuen Bleche schon einpassen. Mit Glück kann morgen schon etwas geschweißt werden. Das wäre gut und würde meine Motivation weiter heben. Zusammenbauen ist einfach schöner als zu zerlegen.Rechte innere Koflügelkante entfernt

 

 

Sonntag, die Werkstatt hat zu

Der Vorteil der Selbsthilfewerkstatt ist, dass dort viele Maschinen und Werkzeuge für mich bereit stehen. Außerdem kann ich dort meist ungestört arbeiten weil die Familie nicht in die Garage kommt.
Nur zwischendurch kommen interessierte Menschen und schauen rein. Die meisten beginnen ein Gespräch, von denen einige auch interessant genug für eine Pause sind.

Der Nachteil ist aber, dass am Sonntag und Samstag Nachmittag geschlossen ist. Im Moment ist es ja in Ordnung, nur am Wochentag zu schrauben. Aber wenn ich erst wieder regelmäßig zur Arbeit muss (darf) dann wird die Hobby-Zeit eng.

Also, was am Wochenende tun? Das Paket mit den beiden, vorerst letzten Ersatz-Blechen, ist gester angekommen. Anbauen ab Montag.
Also Fotos aufbereiten. Ich habe dann eine kleine erste Diashow als Video aufbereitet. Das bringt auch mal Spaß. Nebenbei teste ich auch Zeitraffer Aufnahmen, allerdings nicht von der Rostbildung.

Morgen geht es dann wieder an die Schleifscheibe.

Ziele

IMG_20200417_113124In der Süddeutschen steht ein netter Bericht zu e-Umbauten. 

So einen VW T1 hatte ich mir für einen Umbau auch schon überlegt. Nur gibt es zwei Gründe dagegen. Erstens kann ich mir das nicht leisten und zweitens gibt es die schon mehrfach.

Auch ein Ford A-Model aus den 1930er Jahren stand auf der Wunschliste. Der wäre sogar billiger umzubauen als der Taunus. Vielleicht mache ich d

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as ja im nächsten Sabbatjahr. Vorteil dort ist, das man nur einen kleineren Motor benötigt und die Restaurierung etwas einfacher wird. Der alte A hat halt weniger Einzelteile und einfachste Technik bei geringem Gewicht.

Heute werde ich weiter vorbereiten. Türkanten schleifen, Windlauf raustrennen und Scheiben aus den Türen ausbauen.
Vermutlich kommen Samstag die weiteren zwei Ersatzbleche an, dann kann ich Montag mit dem Einbau neuer Teile beginnen. Allmählich wird das auch Zeit, denn Zerlegen ist zwar einfach, aber manchmal auch frustrierend. Ich brauche einige sichtbare Fortschritte zur Motivation.

 

Schleifen

Der Rost muss ab bevor geschweißt, geklebt oder gespachtelt wird. Und über dem Rost gibt es viel Bitumen. Ich erinnere mich gut an diese schweißtreibende, dreckige Arbeit. Heute habe ich wieder zwei Drahtbürsten dafür aufgebraucht.
Zwischendurch gibt es dann Arbeitspausen weil wieder einmal ein Teil gefunden wurde, welches man besser austauchen sollte. Heute ein Türaußenblech und eine Innenkante für den rechten Kotflügel.
Mein Teilehändler mit einem guten Lagerbestand und Fachwissen sitzt in Holland. Ich habe mir vorgenommen, mit dem fertigen Ford dann einmal dahin zu reisen. Mit vielen Stops wird das wohl etwas werden. Vermutlich gönne ich dem Taunus die 7kW Ladeleistung, dann ist er in drei Stunden wieder aufgefüllt um längere Touren zu schaffen. Ich nehme an, mit den bestellten Akkus und einer moderaten Fahrweise sollte ich 150km pro Ladung schaffen können.

Vorerst sind 2 kW Ladegerät bestellt.
Morgen geht die Kardanwelle zum Metallbauer (Landmaschinenhandel und Werkstatt) nach Süddeutschland. Dort wird sie etwas verlängert und mit einem Adapter für den Motor versehen. Danach kommt das Paket komplett zu mir.

Ich freue mich schon auf das Programmieren des Controllers. Das ist nicht so schweißtreibend und dreckig wie die aktuelle Werkstatt Arbeit.

Kotflügel sind geflogen

Heute wurde der versteckte Rost gesucht, nachdem ich die Bestellung der Motorteile getätigt habe kommt Zeitdruck auf. Ich will den Wagen fertig bekommen bevor Motor, Steuerung und Akkus hier sind.
Also musste heute der Bremskraftverstärker und die Kotflügel weichen. Den Verstärker hübsche ich auf, die Kotflügel liegen im Schrott. Drunter gab es natürlich Rost und Lochfraß, jedoch weniger als befürchtet.
In Neumünster habe ich noch zwei Reparaturblechen erstanden, eines für die Tür-Außenseite  und eines für die Kotflügel-Innenkante links. Für die rechte Seite gab es leider nichts mehr. Vielleicht in Holland, wenn wir die Teile nicht einfach selber fertigen.
Lampenträger und Windblech wären jetzt noch schön, aber die sind schwerer zu bekommen. Also selber bauen oder gut wiederherstellen.

Wenn alles wie geplant klappt, dann wird morgen geschweißt. Reparaturbleche einpassen und eigene Dengeln. Eigentlich auch ein schöner Job, wenn nur nicht der Karosseriebauer so teuer wäre.

Außerdem habe ich den Motor-Platz vermessen. Wenn ich die Kardanwelle etwas verlängere, dann passt der neue 45kW Motor direkt unter die (ehemalige) Schatkulisse und ragt etwas in den Motorraum. Dort wo vormals das Getriebe saß.
Dies führt zu kurzen Leitungen mit großem Querschnitt. Das führt auch zu viel Platz für die Batterien im Motorraum.
Ich muss mal rechnen, ob dann überhaupt noch Akkus in den Kofferraum müssen. Vielleicht wegen der besseren Gewichtsverteilung, aber nicht wegen Platzmangel.

 

E-Motor ist bestellt

Zwei kostenintensive Bestellungen sind neben der Restaurierung der Basis zu tätigen. Die Akkus, von denen ich 57 LiIon Zellen verbauen möchte. Das entspricht dann etwa 23kWh Energie mit ca 20 kWh nutzbarer Energie.
Und der Motor mit Steuerung, Bedienung und Teilen zur Kompplung mit dem Body. Hier braucht man ja noch eine E-Heizung, Ladegerät, Unterdruckpumpe und so weiter.
Das Paket mit dem Motor, ein 45kW 144V Motor, habe ich soeben geordert.
Den Maschinenbauer, der die Kardanwelle an die Motorwelle anpassen soll ist auch informiert und ich werde ihm die Welle am Dienstag zusenden.Kardan Welle Getriebeseite (1)

Jetzt muss ich mich beeilen, die Karosse so weit fertig zu bekommen, dass in etwa neun Wochen die Akkus eingebaut werden könnten. Mindestens so lange wird die Lieferung wohl auf sich warten lassen

Mit Glück könnte der Ford also vor den Sommerferien fertig sein. Dann ist es auch nicht mehr ganz so schlimm, falls virusbedingt die Amerikareise ausfallen muss.

 

Reales E-Teile Angebot

Endlich meldete sich der ausgewählte, weil vertauenerweckende Lieferant für meine E-Komonenten. Jetzt kann die Planung weiter gehen.
Ich suche derzeit die technischen Daten zusammen und hoffe auf baldige Bestellung. Motor und Controler sind vorrätig, aber die Akkus kommen aus Japan über China nach Deutschland. In der aktuellen Krisenzeit kann das deutlich länger als die normalen neun Wochen Lieferzeit bedeuten.

Gut, dass ich noch Zeit habe. Ausfüllen kann ich diese unter anderem mit der Restauration des Oldis, denn da ist noch viel zu tun. Neben vielen Schweiß- und Spachtelarbeiten ist die Suche nach Teilen immer noch aufwändig.
Hier muss ich aber zugeben, dass das Internet hier viel Zeit spart. Früher musste ich viel mehr Schrottplätze durchwühlen um günstig an geeignete Teile zu gelangen.

Was soll jetzt eingekauft werden:
Synchron Motor, Wassergekühlt mit 44KW auf 96 V betrieben (Nennspannung 144V)
Curtis Controler für 650A
BMS, DC/DC Wandler, Heizung, Ladegerät und diverse Kleinteile zur Bedienung und Messung.

Ich bin gespannt wie es weiter geht.

Löcher gefunden

Löcher im alten Blech sind ja normal. Aber heute, beim weiteren Zerlegen musste ich zwei große Löcher entdecken. Und die sind auch noch an einer sehr ungünstigen Stelle. Von außen kaum zugänglich unter dem Windblech und unter dem eingeschweißten Armaturenträger. Leider habe ich noch keinen Lieferanten für das Windblech Taunus 08042020 (13)gefunden.
Dafür ist zumindest eine der Türen ohne große Schweißarbeiten zu retten. Die Fahrertür aber nicht.
Einige Bleche sind heute gekommen, aber andere fehlen noch, weil nicht bestellt. Vermutlich muss der Karosseriebauer hier selber dengeln.

Auch musste ich heute feststellen, dass die Kotflügel sehr fest angebaut sind. Noch haben sie sich erfolgreich der Demontage widersetzt. Morgen komme ich aber mit Flex und Bohrer, danach werden sicher weitere Überraschungen zum Vorschein kommen.

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Hechscheibenrahmen

Gleich werde ich noch auf die Internet Suche nach Blechteilen gehen. Die Hoffnung bleibt.