Achse rein – Achse raus

Schlechtes Wetter gibt es nicht. Anfang Juli, es regnet und ist nicht einmal 20 Grad warm. Typisch für einen Sommer wie er früher einmal war.
Die Garage ist überdacht und körperliche Arbeit ist bei diesen Temperaturen auch nicht schlecht.

Gestern habe ich die Vorderachse eingebaut. Der Ford steht jetzt wieder auf eigenen, alten Vorderrädern. Das sieht nicht so spektakulär aus wie erhofft, ist aber ein wichtiger motivierender Schritt.

Zeitlich hielt sich die Arbeit trotz der üblichen kleinen Schwierigkeiten im Rahmen. Beispielsweise ließ sich eine Mutter nicht auf den Bolzen des Traggelenks drehen. Die selbstsichernde Mutter drehte den Bolzen im Traggelenk immer mit. Eine Möglichkeit zum Gegenhalten gab es nicht. Letztlich baute ich mit Wagenheber und Gewichtskraft so viel Druck auf die Achsschenkel auf, dass es weiter gehen konnte.

Zeit blieb, das Wetter war gut und zu Hause drohte nur der Schreibtisch mit alternativer Schularbeit. Also ging ich an das Überraschungspaket Hinterachse.
Ausbauen, Federn und Stoßdämpfer entfernen, reinigen.

Die Starrachse ist so unerwartet schwer. Ohne Hilfe habe ich sie nicht auf Arbeitshöhe, einen Reifenstapel, heben können. Gut, dass ich vor dem Lösen der Bolzen am Fahrzeug den Rangierwagenheber unter das Differential gestellt hatte.
Erstaunlich einfach ließen sich alle Schrauben und Bolzen lösen. Auch die Entnahme der Federn war simpel. Die neuen gehen dann hoffentlich entsprechend einfach, womöglich auch ohne Federspanner, wieder rein.

Drahtbürsten raus und Achse reinigen war die Aufgabe bis zum Feierabend. Ich schaffte sogar noch die Grundierung mit Rostumwandler, so dass heute die Lackschicht aufgetragen werden kann.

Zu guter Letzt habe ich dann noch eine halbe Stunde den Unterboden gereinigt und vom losen Rost befreit. Hier fand sich nur sehr wenig Rost, der mit Rostumwandler ausreichend konserviert werden kann.
Lediglich eine Stelle muss ich heute noch schweißen. Diese kannte ich aber zuvor schon, sie ist nur ohne Achse deutlich einfacher zu bearbeiten.

Heute werde ich erst ab Mittag zum Basteln kommen. Pinsel, Stoßdämpfer, Federn müssen mit. Tagesplan: schweißen und lackieren sowie Bremstrommel „ausdrehen“ mit der Fächerscheibe.

Autor: msallach

Mitglied im Kreistag Steinburg, im Umweltschutz-Ausschuss, Lehrer am rbz-steinburg Bis 2019 Ausbilder beim Kreisfeuerwehr Verband Steinburg Experte beim SES Bonn (erster Einsatz 2019 in Jakarta) Aktuell im Sabbat Jahr ein Jahr lang auf der Suche nach Dingen und Erfahrungen für die sonst zu wenig Zeit bleibt. Vater von zwei Tenagern und seit 35 Jahren verheiratet.

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