Weiter geht es in Brokdorf

Nun ist der Ford in meiner alten Heimat Brokdorf. Dort soll er elektrifiziert werden. Nach einen recht aufwändigen Transport gestern ging es heute Nachmittag weiter. Ab auf die Bühne und den schweren Synchronmotor an die Kardanwelle stecken Obwohl Lars und ich nicht gerade schwächlich sind, war es doch sehr herausfordernd. Aber als der Motor endlich auf dem hydraulischen Heber lag, war das Anzeichnen der Maße für eine Halterung recht einfach. Jetzt muss ein Schlosser die notwendigen Winkel und Profile anfertigen. Der Motor sitzt übrigens dort, wo früher das Getriebe war. Denn eigentlich braucht man mit einem E-Motor ja kein Getriebe mehr. Jetzt muss ich aber aus Platzgründen die Kühlwasserleitung durch den Innenraum führen. Das wird die Steuerung bezüglich Heizungsanlage jedoch etwas einfacher gestalten.

Der Motor ist heute anschließend stilecht mit einem Motorkran in den Kofferraum verfrachtet worden. Nun liegt der Ford auch wieder so tief in den hinteren Federn, wie es sein sollte.

Bis zur Anpassung der Motorhalterung bleibt etwas Zeit. Ich hoffe, diese nutzen zu können um die Bremsen fertig zu stellen. Dazu gehört auch die elektrische Unterdruckpumpe für den Bremskraftverstärker.

Und natürlich gehen die Einbauten der Akkus, bzw. deren Halterungen parallel weiter.

Ich überlege zusätzlich ernsthaft, ob ich doch noch einmal einen Lackierer beauftrage bevor die Fenster wieder eingebaut werden können.

Montag geht es endlich weiter

Montag beginnen die Herbstferien. Mit einem Kumpel und seinem Transporter soll der Ford Monat endlich zu Lars in die Werkstatt gefahren werden. Dort steht der Motor und der muss endlich an die Hinterachse.
Danach die Akkus einbauen, verkabeln und los.

Na ja, leider sind die Sitze noch nicht fertig und auch die Scheiben müssen wieder eingebaut werden. Die Bremsen funktionieren auch noch nicht….
Es bleibt also viel weitere Arbeit zu erledigen. Aber die Chance wächst, dieses Jahr noch eine erste Probefahrt zu machen.

Verzögerungen

Wie so oft im Leben müssen Pläne auch manchmal geändert werden. Da hat der Einbaupartner für Motor und Akkus andere Prioritäten in der letzten Woche vor seinem Urlaub und schon wird das Projekt mindestens einen Monat länger dauern. Das ist bedauerlich aber kein Weltuntergang.
Ich konnte also zwischenzeitlich das Lackieren vorbereiten und, weil die Zeit ungeplant vorhanden war, selber lackieren. Einen Termin beim Profi habe ich da gar nicht erst ins Auge gefasst. Im Nachhinein war das ein Fehler, denn nun bin ich schon tagelang am Lackieren und Nachbessern.

Vorteil dabei ist, dass ich viel lernen kann. Die Vorbereitungsarbeit, das Arbeiten mit dem Lackierwerkzeug und nun auch der unerwartete chemische Einfluss. An einigen Stellen des Ford haben sich die unteren Farbschichten angelöst, weil vermutlich zu viel neuer Lack aufgetragen wurde. Jetzt steht das Auto zum durchhärten rum und watet auf die Ausbesserung und den hoffentlich endgültigen Klarlack. Im Endeffekt kann der Wagen hinterher kaum noch äußerlich rosten, weil der Lack sehr dick wird.

Egal, die Zeit wird sowieso knapper, da ich ab Montag wieder meinem Broterwerb als Lehrer nachgehen muss. Die Ferien und mein Sabbatjahr sind vorbei. Der Aufwand in der Schule wird dieses Mal vermutlich deutlich höher werden als sonst. Die Infektionsschutzregeln führen zu viel Formalismus und Schülerbetreuung neben dem eigentlichen Unterrichten. Diese Zeit kann ich natürlich nur vom Hobby abziehen.

Trotzdem werde ich hoffentlich in den nächsten Tagen mit dem Einbau der Akkus in Kofferraum und ehemaligem Motorraum beginnen. Danach den Curtis-Controller platzieren und die Leitungslängen ermitteln. Hierbei ist besonders auf kurze, sicher verlegte Leitungen zu achten, denn die zu transportierende Energie wird hoch sein. Bist zu 100 kW müssen bei 96 V übertragen werden. Das entspricht kurzzeitig fast 1000 A Stromstärke. Außerdem sind die dicken (75 mm²) orangen Anschlussleitungen recht teuer.

Es geht also künftig langsamer voran. Vielleicht schaffe ich aber täglich einige Kleinteile wie Türgriffe oder die Armaturen wieder einzubauen.

Zwischenspurt

Die Ferien gehen bald zu Ende. Ab Montag hat Lars Zeit für den E-Motor Einbau. Wir wollen das zusammen erarbeiten. Also muss Donnerstag Abend der Ford zur anderen Halle gebracht werden. Bis dahin könnte man es schaffen, das Auto zu lackieren. Eigentlich, denn der Detailteufel ist auch beteiligt. Am Samstag hatte ich die Lackierarbeiten vorbereitet, so dass ich heute morgen nur noch schnell den Haftgrund aufbringen muss. Nachmittags wollen wir meine Mutter besuchen fahren. Das Vorbereiten dauerte lange, der Luftdruck war mau und die Lackierpistole verklebte immer wieder durch die zähflüssige Grundierung. Also im Stress eine gleichmäßige Schicht aufzutragen, das gelingt mir nicht.

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Jetzt habe ich viele Lecknasen, die morgen geschliffen werden müssen. Auch entdecke ich nach der ersten Farbschicht manchen Makel, an dem noch geschliffen und gespachtelt werden muss. Das wird dann morgen Mittag erledigt, denn vor 11 Uhr bin ich nicht in der Werkstatt. Mit etwas Glück kann ich dann gegen Abend noch die Grundierung aufbringen. Dann Mittwoch schleifen und eventuell lackieren. Donnerstag trocknen lassen und ggf den Unterboden mit dickem Schutz versiegeln. Das wäre so schlecht nicht, wenn nächste Woche der Motor und die Akkus in eine fertig lackierte Karosse eingebaut werden könnte.

Freitag steht dem Ford nicht zur Verfügung, denn da fahre ich nach Malchin um vermutlich ein neues interessantes Projekt zu starten. Bis Samstag genießen wir dann einen Tag frei ohne Kinder. Montag dann Elektrik. Die ersten kleinen Schaltpläne habe ich schon skizziert. Es bleibt spannend

E-Auto bestellt

Wir fahren ja nun schon seit Jahren diverse E-Autos. Angefangen beim Tazzari Zero über den Citroen Zero und Renault Fluence bis zum jetzigen Zoe.
Den Umbau von Verbrennern zu E-Autos finde ich sehr interessant und hoffe, dass es sich insbesondere im Transporter Bereich immer stärker durchsetzen wird. Vorhandene LKW, bis hin zu Bussen oder Müll-Lastern, werden von unterschiedlichen Herstellern schon umgerüstet. Im PKW Bereich zeigt sich diese Tendenz eher noch nicht, wird aber meiner Meinung nach bald vermehrt angeboten werden.

Das, was ich mit dem alten Ford mache bleibt sicher eine Ausnahme. Bisher gibt es nur wenige Oldtimer Begeisterte, die die Originalität zerstören und den Motor tauschen.

Eher findet man mittlerweile viele Anbieter von Kleinstwagen, die auch für 16 Jährige schon geeignet sind, weil maximal 45 km/h schnell fahrend. Hier sind die Preise auch angenehm niedrig angesetzt. Als Stadtauto also auch für viele Erwachsene eine gute Wahl.

Sehr toll finde ich mutige Entwickler, die aus Enthusiasmus, verbunden mit Fleiß und Mut in die Autoproduktion einsteigen. In Deutschland gibt es diese zum Beispiel bei Sono Motors, die nun nach vielen organisatorischen und finanziellen Herausforderungen, endlich einen Produktionsstart vorhersagen.

Wir haben uns heute entschlossen und einen der Sion reserviert. Gleich wird die Anzahlung geleistet und wir hoffen, im Jahre 2022 dann unseren Sion zu erhalten. Das Promotion Modell hatten wir 2018 einmal kurz zur Probe fahren dürfen. Es ist ein schön großer Kombi, mit Anhängerkupplung und vielen netten „Spielereien“ von denen ich im Ford einiges ebenfalls verwirklichen möchte. Einfach umzusetzen und sehr nützlich finde ich beispielsweise die Steckdose am Auto. Damit kann man überall 230 V Wechselspannung nutzen. Auch kann ich einem anderen E-Auto mal Ladehilfe geben, falls der Akku leer ist bevor eine Steckdose aufzutreiben war. Das ist mir mit unserem ersten Zero auch zweimal passiert.

Morgen geht es dann mit Begeisterung wieder an den Ford. Einzelne E-Bauteile sind per Post schon angekommen. Nächste Woche wird der Motor geliefert. Nur die Karosse ist noch immer nicht fertig. Die Restauration braucht leider viel Zeit.

E-Motor ist bestellt

Zwei kostenintensive Bestellungen sind neben der Restaurierung der Basis zu tätigen. Die Akkus, von denen ich 57 LiIon Zellen verbauen möchte. Das entspricht dann etwa 23kWh Energie mit ca 20 kWh nutzbarer Energie.
Und der Motor mit Steuerung, Bedienung und Teilen zur Kompplung mit dem Body. Hier braucht man ja noch eine E-Heizung, Ladegerät, Unterdruckpumpe und so weiter.
Das Paket mit dem Motor, ein 45kW 144V Motor, habe ich soeben geordert.
Den Maschinenbauer, der die Kardanwelle an die Motorwelle anpassen soll ist auch informiert und ich werde ihm die Welle am Dienstag zusenden.Kardan Welle Getriebeseite (1)

Jetzt muss ich mich beeilen, die Karosse so weit fertig zu bekommen, dass in etwa neun Wochen die Akkus eingebaut werden könnten. Mindestens so lange wird die Lieferung wohl auf sich warten lassen

Mit Glück könnte der Ford also vor den Sommerferien fertig sein. Dann ist es auch nicht mehr ganz so schlimm, falls virusbedingt die Amerikareise ausfallen muss.

 

Teilesuche

Es ist schon aufwändig aber auch spannend. Gestern habe ich den neuen Wagen auf der Hebebühne untersucht und eine erste Liste mit zu beschaffenden Ersatzteilen erstellt. Die Technik wie Bremsen und Fahrwerk sind meist neu oder überholt zu bestellen. Aber Teile wie Kotflügel, Reparaturbleche oder Fensterdichtungen bereiten größere Probleme. Die Suche geht weiter.
Benötigtes Teil: Frontschürze Blech, Heckschürze Blech, Lenkung, Gummis Vorderachse, Traggelenke Vorderachse, Kotflügel links, Kotflügel rechts, Seitenteil Blech hinten links, Stoßdämpfer vorne, Stoßdämpfer hinten,   Bremsscheiben, Bremsbeläge, Bremssättel, Reparatursatz Bremssattel, Türspannstifte, Fenstergummis Heckscheibe, Fenstergummis Frontscheibe, Fenstergummis Seitenscheiben…

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Und demnächst wird dann auch die „Halle“ frei in der ich basteln kann. Als nächstes dann die Demontage. Die geht in der Regel schnell, vor dem Zusammenbau graust mir aber schon jetzt. Daran erinnere ich mich bei alten Projekten mit Schrecken.

Frühlingsanfang – Auto holen

Isolation im VW Transporter, so haben meine Tochter und ich den Frühlingsanfang verlebt. Morgens um vier aufstehen und kurz nach fünf in Richtung Kassel zu fahren. Nach etwa 500km in sechs Stunden dann das alte Auto, meinen Taunus aufladen. Die Ersatz-Teile auf der Pritsche festbinden und den Rückweg antreten. Persönliche Kontakte zu den Verkäufern oder Verkäufern im Imbiss unterwegs kamen nicht vor. Nur einmal musste ich einen geschlossenen Raum betreten, denn die Tankstelle hatte ihre Kasse weiterhin innen. Ich denke, mehr kann man kaum isoliert sein.
Abends dann wurde der Ford in die Selbsthilfewerkstatt gebracht und wir schauten uns noch kurz den Unterboden auf der Hebebühne an. Danach zu Hause ein Abschlussbier und ab ins Bett. Der Tag war anstrengend aber schön.
Das Beste daran, ich war über 15 Stunden mit der pubertierenden Tochter auf engem Raum zusammen und wir haben nicht gestritten. Ein seltener, schöner Tag.

Montag geht es weiter, dann wird die Liste geschrieben, welche Ersatzteile zu beschaffen sind. Dann Demontage beginnen und das Entrosten vorbereiten. Danach schweißen und die Technik überholen, grundieren und spachteln, dann lackieren und fast fertig. 😉

Montag zusätzlich mit der Zulassungsbehörde die konkreten Schritte besprechen, um diesen alten Wagen aus Holland in Deutschland zulassen zu können. Die Herausforderung wird sein, dass der Motor noch getauscht werden muss.

Es geht zumindest weiter. Ich habe Zeit und die Werkstatt ist nicht weit weg.
Außerdem ist dies ein Hobby bei dem wenig Ansteckungsgefahr besteht, denn in der Werkstatt bin ich fast immer alleine.

E-Komponenten besprochen

Heute haben zwei wichtige Telefonate stattgefunden. Die Konzeption des E-Antriebs im Ford nimmt Formen an. Entweder ich baue einen Motor direkt ohne Getriebe über die Kardanwelle an die Hinterachse oder ich behalte das Getriebe und kann einen schwächeren Motor verwenden.
Mit Getriebe habe ich ein Verschleißteil mehr und einen wahrscheinlich höheren Geräuschpegel. Dafür kann der Motor leichter und billiger ausfallen.
Ohne Getriebe kommt ein stärkerer Motor mit Wasserkühlung zum Einsatz, weil mehr Drehmoment zur Verfügung stehen muss. Der Ford soll ja auch am Berg vernünftig anfahren. Mehr Drehmoment sorgt für Sprintstärke ohne zu Schalten, dafür kann ein Getriebe mehr Flexibilität schaffen.
Und preislich stehen ca 20% Unterschied bei den Teilen zur Diskussion.

Aber teuer wird das Projekt ja eh. Wenn ich alleine die Restauration rechne wird mir schon ganz anders.
Hier hat sich leider noch keine gute Lösung angeboten. Mals sehen, was in den nächsten Wochen so passiert. Ich werde mich jedenfalls weniger dem Auto widmen, denn erst einmal geht es jetzt zum Projekt in Afrika.

Wenn ich es schaffe und mich die Ansprechpartner dort sehen wollen, dann kann ich mir in Tansania umgebaute Landrover ansehen. Die fahren dort mit der gleichen Technik, die ich in mein Auto auch einbauen will.

Der Vertrag ist zurück

Gestern, nach fast zwei Wochen, kommt der Vertrag für den Kauf meines Knudsen endlich an. Jetzt habe ich eine etwas größere Sicherheit, das Auto auch bearbeiten zu können.
Leider haben sich bisher die Möglichkeiten der Restaurierung weiter eingeschränkt. Einige Optionen, die finanziell und auf Grund zusätzlicher neuer Erfahrungen, interessant gewesen wären, fallen immer mehr weg. Ich bin gespannt, wie es weiter geht. Mein Kumpel Hans Dieter, den ich aus Indonesienkenne, ist noch immer stark involviert und hat auch gute Vorschläge.
Meine Befürchtung wächst jedoch, dass ich wieder selber an die Blech- und Lackarbeiten gehen könnte. Das möchte ich aber nicht wirklich. Mir gefällt das warme Kellerbüro immer besser. Die Werkstatt nur noch in Ausnahmefällen. Man ändert sich halt.
Gerade heute hat mich unsere Jüngste als „alt“ bezeichnet, der die heutigen Kinder ja gar nicht mehr verstehen könnte. In einigen Punkten gebe ich ihr recht 😉

Nächste Woche werden sich meine Gedanken dann vermutlich weiter weg von Auto, lokaler Politik und Pubertät bewegen. Dienstag geht es erst einmal nach Afrika. Das Tansania Projekt steht an.