Kotflügel gesucht

Ich hätte nicht gedacht, dass es schwierig werden würde für einen 1975er Taunus vordere Kotflügel zu finden. Aber bislang bin ich erfolglos.
Dafür konnte ich einen Lieferanten finden, der Front- und Heckbleche fertigt. Teile die bei diesen Autos eigentlich schon vor dem ersten TÜV Termin durchgerostet waren.
Nachteil ist die Mindestbestellmenge von 50 Stück. Was sollte ich damit anfangen? So viele Ford Knudsen Liebhaber gibt es hier doch gar nicht – oder?

Egal, heute war ich das Auto besuchen, morgen wird mit der Demontage begonnen. Sitze und Innenverkleidungen müssen weichen.
Die Fenster baue ich besser noch nicht aus, denn neue Gummis habe ich auch noch nicht auftreiben können.

Die Suche geht weiter.

Teilesuche

Es ist schon aufwändig aber auch spannend. Gestern habe ich den neuen Wagen auf der Hebebühne untersucht und eine erste Liste mit zu beschaffenden Ersatzteilen erstellt. Die Technik wie Bremsen und Fahrwerk sind meist neu oder überholt zu bestellen. Aber Teile wie Kotflügel, Reparaturbleche oder Fensterdichtungen bereiten größere Probleme. Die Suche geht weiter.
Benötigtes Teil: Frontschürze Blech, Heckschürze Blech, Lenkung, Gummis Vorderachse, Traggelenke Vorderachse, Kotflügel links, Kotflügel rechts, Seitenteil Blech hinten links, Stoßdämpfer vorne, Stoßdämpfer hinten,   Bremsscheiben, Bremsbeläge, Bremssättel, Reparatursatz Bremssattel, Türspannstifte, Fenstergummis Heckscheibe, Fenstergummis Frontscheibe, Fenstergummis Seitenscheiben…

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Und demnächst wird dann auch die „Halle“ frei in der ich basteln kann. Als nächstes dann die Demontage. Die geht in der Regel schnell, vor dem Zusammenbau graust mir aber schon jetzt. Daran erinnere ich mich bei alten Projekten mit Schrecken.

Frühlingsanfang – Auto holen

Isolation im VW Transporter, so haben meine Tochter und ich den Frühlingsanfang verlebt. Morgens um vier aufstehen und kurz nach fünf in Richtung Kassel zu fahren. Nach etwa 500km in sechs Stunden dann das alte Auto, meinen Taunus aufladen. Die Ersatz-Teile auf der Pritsche festbinden und den Rückweg antreten. Persönliche Kontakte zu den Verkäufern oder Verkäufern im Imbiss unterwegs kamen nicht vor. Nur einmal musste ich einen geschlossenen Raum betreten, denn die Tankstelle hatte ihre Kasse weiterhin innen. Ich denke, mehr kann man kaum isoliert sein.
Abends dann wurde der Ford in die Selbsthilfewerkstatt gebracht und wir schauten uns noch kurz den Unterboden auf der Hebebühne an. Danach zu Hause ein Abschlussbier und ab ins Bett. Der Tag war anstrengend aber schön.
Das Beste daran, ich war über 15 Stunden mit der pubertierenden Tochter auf engem Raum zusammen und wir haben nicht gestritten. Ein seltener, schöner Tag.

Montag geht es weiter, dann wird die Liste geschrieben, welche Ersatzteile zu beschaffen sind. Dann Demontage beginnen und das Entrosten vorbereiten. Danach schweißen und die Technik überholen, grundieren und spachteln, dann lackieren und fast fertig. 😉

Montag zusätzlich mit der Zulassungsbehörde die konkreten Schritte besprechen, um diesen alten Wagen aus Holland in Deutschland zulassen zu können. Die Herausforderung wird sein, dass der Motor noch getauscht werden muss.

Es geht zumindest weiter. Ich habe Zeit und die Werkstatt ist nicht weit weg.
Außerdem ist dies ein Hobby bei dem wenig Ansteckungsgefahr besteht, denn in der Werkstatt bin ich fast immer alleine.

Planung läuft an

Samstag geht es (vermutlich) los. Immerhin habe ich den Abholtermin in Nordhessen für Samstag Mittag vereinbart und kann ein Zugfahrzeug plus Trailer von einem Tansania Tour Freund günstig ausleihen. Vermutlich sage ich aus zwei Gründen, denn ersten war ich gerade für längere Zeit in Afrika und da sind Planungsänderungen absolut üblich. Auch sind Zeitangaben für Termine eher etwas höfliches, aber nichts verbindliches. Einerseits eine angenehme Art zu leben, andererseits macht es die verlässliche Zusammenarbeit schwierig.
Zu Anderen muss ich natürlich die Virus Panik in Deutschland beachten. Wer weiß denn schon, ob ich am Samstag noch nach Hessen einreisen darf oder ob die Grenzen zwischen Nord- und Mitteldeutschland geschlossen werden. Außerdem könnte ich ja auch selber Husten bekommen und in häuslicher Isolation gehalten werden. Mal abwarten und Kaffee trinken.

Zumindest freue ich mich erst einmal auf den nächsten Realisierungsschritt. Eine Tagesfahrt zusammen mit der jüngsten Tochter kann sehr anstrengend sein. Es ist aber deutlich nötig einen Tag enger zusammen zu verbringen um die Stressfaktoren der Pubertät abbauen zu können. Hoffentlich geht das nicht nach hinten los und wir zanken uns nur noch mehr. Ich muss mir bezüglich des Adoleszenz-Verhaltens mehr Fatalismus angewöhnen um mit mir selber besser klar zu kommen.

Zurück zum Auto. Ich weiß schon, in welche Selbsthilfe Werkstatt es gestellt werden kann. Vermutlich habe ich auch schon einen Karosseriemeister, der die Blecharbeiten übernimmt. Auch die Technik wie Bremsen und Lager und Stoßdämpfer werde ich dort überarbeiten. Leider muss ich wohl selbst arbeiten um die Kosten zumindest ein wenig im Rahmen zu halten. Unterboden reinigen und Hohlraum versiegeln wird wieder über eine Spezialfirma erfolgen können. Leider mit 2000€ ein großer Einzelposten. Aber wenn das Auto einige Jahre durchhalten soll ist dies wohl sinnvoll.

Ein ungeklärtes Thema ist die Lackierung. Ich höre hier überall, dass kaum noch ein Lackierbetrieb diese Arbeit übernehmen mag. Die sind alle mit lukrativen Teillackierungen ausgebucht und wollen keinen Stress mit Oldtimer Liebhabern. Die Suche wird interessant, aber Ende April will ich so weit sein, dass das Auto technisch fertig ist und ich den E-Motor einbauen könnte.

E-Projekt und Virus Epidemie

Jetzt hätte ich Zeit mich um das Auto Projekt zu kümmern und dann kommt Corona.
Mein Plan, den Ford per Anhänger durch Europa nach Tunesien zu bringen um ihn dort in einer Werkstatt aufarbeiten zu lassen ist derzeit nicht durchführbar. Italien als Transitland fällt flach. Und ob die Tunesier uns Europäer dann noch hinein lassen würden bleibt fraglich.
In die USA dürfen wir ja schon jetzt nicht mehr reisen. Mal sehen wie sich das auf unsere Sommer Reisepläne auswirken wird.

Also habe ich heute mit einem Karosseriebauer und einer Selbsthilfewerkstatt Betreiber diskutiert. Es ist möglich und auch nicht unbezahlbar die Arbeiten hier in Itzehoe durchführen zu lassen. Nur die Lackierung wird wohl schwierig, denn die Lackierereien sind wohl zu gut ausgelastet um sich mit Problemautos befassen zu wollen.

Jetzt muss der Ford erst einmal hierher kommen. Einen Trailer zu mieten ist einfach, aber mir fehlt das geeignete Zugfahrzeug. Einen Dienstleister hätte ich auch schon gefunden, aber irgendwie würde ich die Transportkosten doch gerne etwas senken.
Zeit ist eigentlich genug da, aber trotzdem fühle ich mich etwas unter Zeitdruck.

Einige Gespräche stehen heute noch aus, dann werde ich den Abholtermin abstimmen. Womöglich habe ich Sonntag ja schon Zeit, denn die meisten anderen Veranstaltungen fallen ja derzeit wegen des Virus aus.,

E-Komponenten besprochen

Heute haben zwei wichtige Telefonate stattgefunden. Die Konzeption des E-Antriebs im Ford nimmt Formen an. Entweder ich baue einen Motor direkt ohne Getriebe über die Kardanwelle an die Hinterachse oder ich behalte das Getriebe und kann einen schwächeren Motor verwenden.
Mit Getriebe habe ich ein Verschleißteil mehr und einen wahrscheinlich höheren Geräuschpegel. Dafür kann der Motor leichter und billiger ausfallen.
Ohne Getriebe kommt ein stärkerer Motor mit Wasserkühlung zum Einsatz, weil mehr Drehmoment zur Verfügung stehen muss. Der Ford soll ja auch am Berg vernünftig anfahren. Mehr Drehmoment sorgt für Sprintstärke ohne zu Schalten, dafür kann ein Getriebe mehr Flexibilität schaffen.
Und preislich stehen ca 20% Unterschied bei den Teilen zur Diskussion.

Aber teuer wird das Projekt ja eh. Wenn ich alleine die Restauration rechne wird mir schon ganz anders.
Hier hat sich leider noch keine gute Lösung angeboten. Mals sehen, was in den nächsten Wochen so passiert. Ich werde mich jedenfalls weniger dem Auto widmen, denn erst einmal geht es jetzt zum Projekt in Afrika.

Wenn ich es schaffe und mich die Ansprechpartner dort sehen wollen, dann kann ich mir in Tansania umgebaute Landrover ansehen. Die fahren dort mit der gleichen Technik, die ich in mein Auto auch einbauen will.

Der Vertrag ist zurück

Gestern, nach fast zwei Wochen, kommt der Vertrag für den Kauf meines Knudsen endlich an. Jetzt habe ich eine etwas größere Sicherheit, das Auto auch bearbeiten zu können.
Leider haben sich bisher die Möglichkeiten der Restaurierung weiter eingeschränkt. Einige Optionen, die finanziell und auf Grund zusätzlicher neuer Erfahrungen, interessant gewesen wären, fallen immer mehr weg. Ich bin gespannt, wie es weiter geht. Mein Kumpel Hans Dieter, den ich aus Indonesienkenne, ist noch immer stark involviert und hat auch gute Vorschläge.
Meine Befürchtung wächst jedoch, dass ich wieder selber an die Blech- und Lackarbeiten gehen könnte. Das möchte ich aber nicht wirklich. Mir gefällt das warme Kellerbüro immer besser. Die Werkstatt nur noch in Ausnahmefällen. Man ändert sich halt.
Gerade heute hat mich unsere Jüngste als „alt“ bezeichnet, der die heutigen Kinder ja gar nicht mehr verstehen könnte. In einigen Punkten gebe ich ihr recht 😉

Nächste Woche werden sich meine Gedanken dann vermutlich weiter weg von Auto, lokaler Politik und Pubertät bewegen. Dienstag geht es erst einmal nach Afrika. Das Tansania Projekt steht an.

 

Automobile Vergangenheit

Mit alten Autos bin ich aufgewachsen und habe einen Großteil meiner Freunde und Bekannten über dieses gemeinsame Hobby gefunden. Nur zwei der Fahrzeuge waren neu gekauft, Eine Art Belohnung nach bestandenem spätem Lehramtsstudium 2008. Ich würde dies heute nicht mehr machen.
Allerdings ist unser aktuelles Auto auch neu gewesen, aber geleast. Dies erschien vorletztes Jahr sinnvoll. Ein E-Auto zum täglichen Fahren leasen hieß, sich nicht zu fest zu legen. Aus heutiger Sicht würde ich vermutlich eher kaufen. Finanzierung kostet derzeit nichts und die Wiederverkaufswerte für gebrauchte E-Fahrzeuge sind gut.

Da das neue Bastelobjekt ja noch weit entfernt in Hessen kann ich unsere Auto Historie etwas aufarbeiten. Unsere älteste Tochter schlug sogar vor, wir mögen doch ein Büchlein darüber verfassen. Mal sehen, ob das etwas wird.

Hier erst einmal eine kurze Map als Übersicht.

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Etwas Sinnvolles hat es ja, hauptsächlich alte Autos zu fahren. Sie müssen nicht zu früh neu produziert werden. Andererseits sind sie manchmal auch nicht so sparsam und abgas-gereinigt wie moderne Fahrzeuge. Am Besten ist natürlich, auf das Fahrzeug zu verzichten. Aber sage dies mal einem Deutschen, der in den 1980ern seine Jugendjahre erlebte. Damals waren Autos der Traum jedes Heranwachsenden. Meiner auch.

Gekauft

Wie schon einmal habe ich das neue alte Fahrzeug gestern telefonisch gekauft. Auch der Kaufvertrag ist dort und per Mail bestätigt. Jetzt habe ich Hoffnung, den Taunus auch zu bekommen.
Natürlich muss ich ihn holen oder direkt zum Restaurator bringen. Dieses Problem ist aktuell in der Diskussion. Zwei Wochen habe ich ja noch um zu planen, danach geht es erst einmal nach Tansania um dort Bildungsarbeit zu leisten und Spaß zu haben.
Immerhin, ein akzeptabler Preis, mehr als das Sechsfache meines Kaufpreises im Jahre 1983, als ich diesen Fahrzeugtyp als erstes Auto erwarb, aber ein so seltener Oldi ist es mir derzeit wert.
Zusätzlich gibt es einige Ersatzteile und eine Quelle für weitere Teile ist dort auch gleich vorhanden.
Es geht also langsam voran.

Kaufen oder nicht kaufen?

Gestern Nacht habe ich ein brauchbares Taunus Restaurationsobjekt gefunden. Ersatzteile für einige Rostteile gibt ey auch noch. Die Innenausstattung scheint vollständig, wenn auch im schlechten Zustand. Und sogar der Chrom der Stoßstangen sieht ganz gut aus.

Gehe ich den nächsten Schritt und realisiete die Folgekosten,-arbeiten und -stressmomente? Die Entscheidung sollte ich heute fällen.

Leider weiß ich noch nicht, wo die Blecharbeiten dann stattfinden. Und wann das Auto abgeholt werden sollte.

Eine spannende Diskussion mit der Familie folgt gleich.