E-Motor ist bestellt

Zwei kostenintensive Bestellungen sind neben der Restaurierung der Basis zu tätigen. Die Akkus, von denen ich 57 LiIon Zellen verbauen möchte. Das entspricht dann etwa 23kWh Energie mit ca 20 kWh nutzbarer Energie.
Und der Motor mit Steuerung, Bedienung und Teilen zur Kompplung mit dem Body. Hier braucht man ja noch eine E-Heizung, Ladegerät, Unterdruckpumpe und so weiter.
Das Paket mit dem Motor, ein 45kW 144V Motor, habe ich soeben geordert.
Den Maschinenbauer, der die Kardanwelle an die Motorwelle anpassen soll ist auch informiert und ich werde ihm die Welle am Dienstag zusenden.Kardan Welle Getriebeseite (1)

Jetzt muss ich mich beeilen, die Karosse so weit fertig zu bekommen, dass in etwa neun Wochen die Akkus eingebaut werden könnten. Mindestens so lange wird die Lieferung wohl auf sich warten lassen

Mit Glück könnte der Ford also vor den Sommerferien fertig sein. Dann ist es auch nicht mehr ganz so schlimm, falls virusbedingt die Amerikareise ausfallen muss.

 

Reales E-Teile Angebot

Endlich meldete sich der ausgewählte, weil vertauenerweckende Lieferant für meine E-Komonenten. Jetzt kann die Planung weiter gehen.
Ich suche derzeit die technischen Daten zusammen und hoffe auf baldige Bestellung. Motor und Controler sind vorrätig, aber die Akkus kommen aus Japan über China nach Deutschland. In der aktuellen Krisenzeit kann das deutlich länger als die normalen neun Wochen Lieferzeit bedeuten.

Gut, dass ich noch Zeit habe. Ausfüllen kann ich diese unter anderem mit der Restauration des Oldis, denn da ist noch viel zu tun. Neben vielen Schweiß- und Spachtelarbeiten ist die Suche nach Teilen immer noch aufwändig.
Hier muss ich aber zugeben, dass das Internet hier viel Zeit spart. Früher musste ich viel mehr Schrottplätze durchwühlen um günstig an geeignete Teile zu gelangen.

Was soll jetzt eingekauft werden:
Synchron Motor, Wassergekühlt mit 44KW auf 96 V betrieben (Nennspannung 144V)
Curtis Controler für 650A
BMS, DC/DC Wandler, Heizung, Ladegerät und diverse Kleinteile zur Bedienung und Messung.

Ich bin gespannt wie es weiter geht.

Löcher gefunden

Löcher im alten Blech sind ja normal. Aber heute, beim weiteren Zerlegen musste ich zwei große Löcher entdecken. Und die sind auch noch an einer sehr ungünstigen Stelle. Von außen kaum zugänglich unter dem Windblech und unter dem eingeschweißten Armaturenträger. Leider habe ich noch keinen Lieferanten für das Windblech Taunus 08042020 (13)gefunden.
Dafür ist zumindest eine der Türen ohne große Schweißarbeiten zu retten. Die Fahrertür aber nicht.
Einige Bleche sind heute gekommen, aber andere fehlen noch, weil nicht bestellt. Vermutlich muss der Karosseriebauer hier selber dengeln.

Auch musste ich heute feststellen, dass die Kotflügel sehr fest angebaut sind. Noch haben sie sich erfolgreich der Demontage widersetzt. Morgen komme ich aber mit Flex und Bohrer, danach werden sicher weitere Überraschungen zum Vorschein kommen.

Taunus 08042020 (15)
Hechscheibenrahmen

Gleich werde ich noch auf die Internet Suche nach Blechteilen gehen. Die Hoffnung bleibt.

Nebenthema: Wie sinnvoll ist E-Mobilität?

Natürlich ist es unsinnig, einen Oldtimer zum Elektroauto umzurüsten. Sowohl ökonomisch als auch ökologisch kann ich mir das nicht schönreden.
Allerdings finde ich wichtig, dass selbst solche Kulturgüter, die unsere Welt in den Klimawandel gefahren haben, zum Teil erhalten bleiben.
Und einen kleinen Sinn gibt es dann doch. Wenn man einen 45 Jahre alten Wagen zum E-Auto umbauen kann, dann kann man das auch mit 10 Jahre alten Transportern, Arbeitsmaschinen und PKW. Alle diese Fahrgeräte müssen dann nicht vorzeitig neu hergestellt werden.
Aber zur allgemeinen Frage, wie Sinnvoll ist ein Ziel, alle PKW in Deutschland zu E-Fahrzeugen zu machen? Hier hatte die Tagesschau einen netten Podcastaufgelegt, der das kritisch hinterfragt. Dazu hatte ich ja in einem anderen Blog (Politik) etwas geschrieben.
Auch die Autozeitschriften befassen sich zunehmend mit dem Thema. Oftmals geht es dabei um die Möglichkeit, das E-Auto auch zu Hause laden zu können. Einen guten und verständlichen Bericht habe ich in der Auto Motor Sport gefunden.

Auch Wissenschaftler, wie Harald Lesch, dem ich zugegebeneremaßen sehr gerne zuhöre, haben sich kritisch mit E-Mobilität auseinander gesetzt. Er behauptet unter anderem, dass unsere E-Leitungsnetze gar nicht dafür ausgelegt sind, so viele Autos zu laden.
Dem möchte ich allerdings widersprechen, denn nicht alle Autos müssen gleichzeitig und besonders schnell geladen werden. Und wenn man das Laden intelligent macht, könnte man durch die Lade- und Entladetechnik von Auto-Akkus sogar einige Kraftwerke in Deutschland einsparen. In meinen Berechnungen gehe ich von der Masse aus, die ihren PKW nur kurze STrecken bewegen. Im Schnitt fährt ein PKW nämlich nur 42 km pro Tag. Die dafür verfahrene elektrische Energie lässt sich über die klassische Haushaltssteckdose ohne Probleme in 3  1/2 Stunden wieder aufladen.
Ich habe dazu sogar eine simple Simpleshow erstellt. Wer allerdings die Berechnung haben möchte (ich nutze die sicherlich demnächst auch im Unterricht), der melde sich bitte bei mir.

 

Motor raus

Das ging schnell, nachdem ich gestern gut vorbereitet hatte waren es nicht einmal zwei Stunden Arbeit bis der 1,6 Liter Vierzylinder aus dem Ford rau war. Getriebe und Kardanwelle sowie Abgasanlage habe ich gleich mit entfernt.
Sobald die Bleche kommen geht es an die Schweißarbeiten.IMG_20200331_133744

Und bis auf die beiden Schrauben des Außenspiegels habe ich noch keine störrische Schraube gefunden. Alles ließ sich gut lösen und demontieren.
Als Puzzlespiel bleiben jetzt noch die Türschlösser, deren Gestänge überredet werden muss. Danach brauche ich neue Schließzylinder, denn die alten passen nicht zu den Schlüsseln.

 

Zweiter Tag der Demontage

Heute war ich wieder beim Auto und habe es weiter zerlegt. Morgen kommt der Motor raus, danach die Kotflügel und sobald die ersten Bleche hier sind wird geschweißt. Es geht voran, wenn ich auch nicht allzu lange täglich durchhalte. Nach einigen Stunden habe ich den Feierabend begonnen.

Immerhin sind weite Teile des Armaturenträgers, der Himmel und der Spiegel ab. Im Motorraum sind die Anbauteile und Heizung abgebaut. Auch Motorhaube, Motorhalter und Getriebeglocke sind gelöst.

Jetzt wird der erste Einsatz der Hebebühne sinnvolle. Dort soll morgen der Motor vom Getriebe getrennt werden. Danach verschwindet er aus dem Auto.

Demontage

Mein Tag war ganz schön, denn ich konnte in der warmen Sonne den Ford zerlegen. Nach nur fünf Stunden mit viel Gequatsche zwischendurch, waren Sitze und Innenverkleidung sowie Zierleisten und Fenster inklusive Dichtungen ausgebaut.
Es ist schon erstaunlich, wie schnell das ging. Montag geht es an die Armaturen und den Motor. Danach sollten auch bald die Bleche zum Reparieren ankommen.
Ich hatte mich gestern richtig gefreut, einen Teilehändler für Ford Oldies in Holland zu finden. Harrie lässt regelmäßig Teile nachbauen und verkauft diese dann an Typen wie mich. Sogar neue Kotflügel werde ich wohl bekommen, sobald nach der Covid Krise das Werk wieder fertigt. Alle Bestellungen sind derzeit in der Warteschleife.
Mit den Blechen für Front- und Heckschürze, Seitenwand und Türkanten kann erst einmal weiter gewerkelt werden. Preislich halten sich diese Teile noch im angenehmen Bereich (billiger als bei vielen Neuwagen).
Der Gesamtzustand des Ford hat mich heute positiv überrascht. Nicht eine Schraube war so festgegammelt, dass sie sich nicht lösen ließe. Die Anzahl der Rostlöcher ist nur unwesentlich gestiegen. Wobei es die typischen Stellen betrifft. Dafür sind die Löcher angenehm klein.


Sogar die Scheiben sind heil ausgebaut, nur neue Dichtungen sollte ich schon noch finden, denn die alten sind schon arg porös.

Bei Sonnenschein am Oldie schrauben ohne Zeitdruck zu haben machte richtig Freude.

Kotflügel gesucht

Ich hätte nicht gedacht, dass es schwierig werden würde für einen 1975er Taunus vordere Kotflügel zu finden. Aber bislang bin ich erfolglos.
Dafür konnte ich einen Lieferanten finden, der Front- und Heckbleche fertigt. Teile die bei diesen Autos eigentlich schon vor dem ersten TÜV Termin durchgerostet waren.
Nachteil ist die Mindestbestellmenge von 50 Stück. Was sollte ich damit anfangen? So viele Ford Knudsen Liebhaber gibt es hier doch gar nicht – oder?

Egal, heute war ich das Auto besuchen, morgen wird mit der Demontage begonnen. Sitze und Innenverkleidungen müssen weichen.
Die Fenster baue ich besser noch nicht aus, denn neue Gummis habe ich auch noch nicht auftreiben können.

Die Suche geht weiter.

Teilesuche

Es ist schon aufwändig aber auch spannend. Gestern habe ich den neuen Wagen auf der Hebebühne untersucht und eine erste Liste mit zu beschaffenden Ersatzteilen erstellt. Die Technik wie Bremsen und Fahrwerk sind meist neu oder überholt zu bestellen. Aber Teile wie Kotflügel, Reparaturbleche oder Fensterdichtungen bereiten größere Probleme. Die Suche geht weiter.
Benötigtes Teil: Frontschürze Blech, Heckschürze Blech, Lenkung, Gummis Vorderachse, Traggelenke Vorderachse, Kotflügel links, Kotflügel rechts, Seitenteil Blech hinten links, Stoßdämpfer vorne, Stoßdämpfer hinten,   Bremsscheiben, Bremsbeläge, Bremssättel, Reparatursatz Bremssattel, Türspannstifte, Fenstergummis Heckscheibe, Fenstergummis Frontscheibe, Fenstergummis Seitenscheiben…

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Und demnächst wird dann auch die „Halle“ frei in der ich basteln kann. Als nächstes dann die Demontage. Die geht in der Regel schnell, vor dem Zusammenbau graust mir aber schon jetzt. Daran erinnere ich mich bei alten Projekten mit Schrecken.

Frühlingsanfang – Auto holen

Isolation im VW Transporter, so haben meine Tochter und ich den Frühlingsanfang verlebt. Morgens um vier aufstehen und kurz nach fünf in Richtung Kassel zu fahren. Nach etwa 500km in sechs Stunden dann das alte Auto, meinen Taunus aufladen. Die Ersatz-Teile auf der Pritsche festbinden und den Rückweg antreten. Persönliche Kontakte zu den Verkäufern oder Verkäufern im Imbiss unterwegs kamen nicht vor. Nur einmal musste ich einen geschlossenen Raum betreten, denn die Tankstelle hatte ihre Kasse weiterhin innen. Ich denke, mehr kann man kaum isoliert sein.
Abends dann wurde der Ford in die Selbsthilfewerkstatt gebracht und wir schauten uns noch kurz den Unterboden auf der Hebebühne an. Danach zu Hause ein Abschlussbier und ab ins Bett. Der Tag war anstrengend aber schön.
Das Beste daran, ich war über 15 Stunden mit der pubertierenden Tochter auf engem Raum zusammen und wir haben nicht gestritten. Ein seltener, schöner Tag.

Montag geht es weiter, dann wird die Liste geschrieben, welche Ersatzteile zu beschaffen sind. Dann Demontage beginnen und das Entrosten vorbereiten. Danach schweißen und die Technik überholen, grundieren und spachteln, dann lackieren und fast fertig. 😉

Montag zusätzlich mit der Zulassungsbehörde die konkreten Schritte besprechen, um diesen alten Wagen aus Holland in Deutschland zulassen zu können. Die Herausforderung wird sein, dass der Motor noch getauscht werden muss.

Es geht zumindest weiter. Ich habe Zeit und die Werkstatt ist nicht weit weg.
Außerdem ist dies ein Hobby bei dem wenig Ansteckungsgefahr besteht, denn in der Werkstatt bin ich fast immer alleine.