Auto besichtigen

Freitag Nacht werde ich mein Wunschauto besichtigen. Knapp in den neuen Bundesländern gelegen werde ich nach einem Bonner SES Treffen dort Station manchen. Die Umbuchung meiner Bahnfahrten hat lange gedauert und Geld gekostet. Leider muss ich mir nun in Bonn ein Auto mieten, da mein Anschluss Termin am Samstag in Elmshorn anders nicht zu halten ist. Leider hatte ich schon länger zugesagt dann di Meisterprüfung mit abzunehmen.

So hat man halt auch im Sabbatjahr mal Zeitstress. Heute Ihk Prüfung in Elmshorn und Musical in HH. Morgen nach Bonn zum SES, dann Freitag Abend zum Auto gucken und Samstag Früh wieder Elmshorn zur Prüfung

Zum Glück ist das alles freiwillig.

Eigensinnig sein oder relaxen?

Heute rief der alte Ford Anbieter wieder an, der avisierte Käufer, dem er den Wagen zwischenzeitlich verkaufen wollte ist abgesprungen, nun könne ich wieder zugreifen.
Will ich das noch? Ich bin immer noch ziemlich sauer und würde darum lieber ein anderes Grundmodell erwerben.
Leider meldet sich der zwischenzeitlich interessant gewordene Anbieter aus dem mittleren Deutschland nicht schnell genug um neue Verhandlungen aufzunehmen.

Hin- und her-gerissen zwischen Enttäuschung und der Aussicht auf einen einigermaßen guten Taunus für die Restauration sitze ich hier und warte auf den Abend um Telefonate zu führen. Egal wie ich mich entscheiden sollte, im Nachhinein ist man schlauer.
Welche Grundsubstanz nun besser ist, kann ich kaum beantworten.

Leider steht im Moment der März Termin für die Restaurierung auch nicht mehr so sicher fest. Es ist wie so oft bei Projekten. Planung hilft, verhindert aber nicht das Chaos.

Was aber sicher ist, nur noch zwei Wochen bleiben mir zur Vorbereitung für die März Termine, denn zwischendurch werde ich vier Wochen in Tansania verbringen. Dort kümmere ich mich aber dann um andere Dinge.

Frust

Jetzt organisiere ich eine Woche Teile, Termine und Abholmöglichkeit für den Ford und dann das.
Habe heute beim Ex Besitzer angerufen um den Termin zu vereinbaren und da teilt er mir mit, dass morgen jemand kommen will der das Fahrzeug abholt. Auf einen Kaufvertrag per Telefon kann man sich heute scheinbar nicht mehr verlassen.
Ich weiß, manchmal bin ich zu gutgläubig, aber ich vertraue den Menschen leider gerne. Jetzt bin ich sauer und enttäuscht.
Morgen Abend muss ich über meinen Schatten springen und noch einmal dort anrufen, obwohl ich den Kerl jetzt nicht mehr leiden kann. Vieleicht ist dann der andere Käufer ja nicht erschienen.
Meine Vorurteile gegenüber Autoverkäufern steigen wieder. Dieser hier ist auch noch einer, der beruflich Neuwagen verkauft. Ich verrate mal lieber nicht wo, aber dort werde ich sicher keinen Wagen mehr ansehen oder gar kaufen.

Wenn der Taunus nicht so selten in einigermaßen gutem Zustand verfügbar wäre, dann würde ich einfach weiter suchen. Außerdem stehen schon die März Termine für die Restauration ziemlich fest. Ob das noch zu schaffen sein wird?

Morgen geht es zum Feuerwehrball, ich denke ich werde ein Bier mehr trinken als sonst 😉

Blei Batterien sind wohl besser

Zumindest für mei Oldi Projekt. Wenn das Auto selten gefahren wird und nur kurze Strecken bewältigen muss, sind Lithium Akkus zu teuer und weniger Ökologisch.

In unserer Zoe ist dies anders, denn oft und über weite Strecken bewegt würden Blei Akkus zu häufig zu tauschen sein (ca alle vier bis fünf Jahre).

Zudem sind die Anschaffungskusten für Akkus und Ladegerät günstiger, Blei Batterien werden vielfach in Europa produziert und das Recycling funktioniert schon länger effektiv.

Leider sind sie schwer, womit die Zuladung im Fahrzeug schwindet.

Für jeden Zweck das Richtige zu finden ist eine Kunst. Beide E Roller für unsere Nahverkere fahren mit Blei, E Bikes und Familienauto mit Lithium.

Oldi und Co2 Bilanz

Was bedeutet es eigentlich für die Klimabilanz, wenn man ein altes Auto zu neuem Leben erweckt?

Nach dem Bericht auf edison Media werden für den Bau eines Mittelklasse Autos erwa 4,5t Co2 freigesetzt. Dafür könnte man mit einem Benzin Fahrzeug etwa 25.000 km fahren. Andere Studien gechen sogar von 10 bis 12 Tonnen CO2 pro produzierten Auto aus.

Vereinfacht gerechnet könnte ich von einer „Gutschrift “ von 50.000km ausgehen, wenn ein Auto nicht neu gebaut werden muss.

Der Taunus, den ich wieder auf die Straße bringe ist etwa 50 Jahre alt, hat also schon vier Autoleben hinter sich. Gutschrift rechnerisch 200.000km Fahrleistung.

Da ich aber einen Elektro Motor einbauen werde wird die Berechnung schwierer. Welchen co2 Ausstoß hat der Umbau und die Akkuproduktion der neuen Batterie? Das werde ich noch erforschen.

Zumindest bei den direkten Co2 Belastungen beim Fahren mit etwa 50g Co2 je km beim e Auto komme ich mit 4,5t co2 dann 90.000km weit.

Diese Fahrleistung wird ein Oldtimer aber sicher selten noch erbringen weil er doch eher in Garagen auf die schönen Sonnentage wartet.

Und natürlich gibt es auch CO2 Ausstoß bei der Batterieproduktion. Hier wird gerne eine große Tesla Batterie als Beispiel genannt, die unter ungünstigsten Bedingungen produziert einen Ausstoß von 22 Tonnen hätte. Unter günstigen Bedingungen übrigens durchaus gegen Null tendieren kann. Wenn dann noch bbedacht wird, dass e Autos und batterien schon heute länger halten als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren, dann bräuchte ich die Nachnutzug der Akkus für Solarstromspeicher gar nicht mehr anführen.

Ich habe mich nur bislang noch nicht entschieden, ob Blei oder Lifepo Akkus die beste Wahl sein werden.

Das Original meiner Jugendjahre

Schön, dass noch ein altes Foto aus dem Jahr 1984 gibt. Mein Scanner und das Original-Papier-Bild haben nicht die beste Qualität. Aber die technische Qualität dieses alten Ford war auch nicht so gewaltig.mein taunus 1984.jpg

Als 17jähriger habe ich 1983 für 990,-DM einen alten Ford Taunus Fastback gekauft. Ich meine, es war ein 1973 er Modell mit 1,6l Motor und 68PS.
Eigentlich hätte ich gerne einen Mustang oder Capri gekauft, aber als Lehrling bei der Post ohne reiche Eltern war das unmöglich. Immerhin sah der Taunus ganz sportlich aus.

Technisch musste viel getan werden, denn obwohl der Wagen nur 10 Jahre alt war, war das Blech an vielen Stellen rostig oder löchrig. Auch das Getriebe hatte sich nicht mehr gut angehört und der Auspuff musste repariert werden. Manchmal blieb er auch einfach stehen, weil die Drosselklappe im Vergaser sich verklemmte. Dies war immer besonders blöd, wenn man an der Ampel oder mitten auf Kreuzungen erst die Motorhaube öffnen musste um den Luftfilter zu entfernen und die Klappe wieder gängig zu machen.
Eine erste kritische Fahrsituation gab es auch, die sich dazu führte, dass ich heute meist vorsichtig fahre. Bei Glatteis, natürlich auf alten Sommerreifen und mit drei Mitschülern im Auto legte ich auf der Hamburger Süderstraße meine erste 360 Grad Drehung hin. Zum Glück war die Gegenspur gerade frei. Der Beifahrer sagte nur “ da haste ja gut reagiert“, weil wir direkt wieder in Fahrtrichtung zum Stehen kamen.

Andere schöne Erinnerungen haben mit meiner heutigen Frau zu tun, denn der Ford brachte mich an den Wochenenden oft über die 200 km schnell zu ihr. Das Fahren per Anhalter hat sich so meist erübrigt. Nur bei technischen Pannen oder wenn das Geld am Monatsende nicht für den Sprit reichte musste ich wieder per Daumen reisen.

Der Verkauf des Ford war leider ein Desaster und kann nur als Erfahrung für das Leben verbucht werden. Der Käufer kam, als ich nicht zu Hause war. Meine Oma übergab die Schlüssel und nahm einige Dinge als Sicherheit entgegen, weil gerade kein Bargeld da war. Das Geld habe ich nie gesehen, dafür musste ich mich aber mit der Polizei auseinandersetzen, denn der Käufer hatte das Fahrzeug nicht zugelassen, nicht versichert, nicht bezahlt und musste es dann bei Bremen stehen lassen.

Na ja, das erste Auto hat Spuren hinterlassen, seitdem habe ich meist alte Fahrzeuge gehabt und repariert. Erst mein zweites Fahrzeug war übrigens ein VW Käfer. In den habe ich mich aber nie verlieben können.

Gut, Zeit zum Planen zu haben

Jetzt wo der Entschluss gefasst ist, endlich den Traum des elektro Oldie zu realisieren geht es ganz schön schnell voran. Ein Umbaupartner mit eigener Werkstatt ist gefunden. Der Meisterbetrieb will sich künftig um Kunden bemühen, die ähnliche Projekte verwirklichen wollen. Dafür stellt er Werkstatt und KnowHow zur Verfügung.
Eine Werkstatt für die groben mechanischen Arbeiten scheint auch gefunden zu sein, nur ist die weit weg und verschafft uns einen Kurzurlaub im Süden.
Der Lieferant der E-Komponenten hört sich zuversichtlich an und auch die Teilepreise sprengen das Budget nicht.
Der Taunus ist, zumindest telefonisch gekauft und wird in den nächsten Tagen abgeholt um dann zu entscheiden, welche Teile getauscht werden sollen.
Sogar einen Trailer Vermieter, der einen Sonderpreis für Langzeitmiete anbietet konnte ich auftreiben.
Auch zwei gebrauchte Fachbücher als Reparaturanleitung für alte Knudsen konnte ich auf ebay günstig ergattern.

Es geht weiter. Neueste Idee ist, eine AHK anzubauen um zB. einen Faltwohnwagen mit zu den Oldtimer Treffen ziehen zu können. Auch würde ich gerne eine E-Auto Ladesteckdose oder zumindest eine 230V Steckdose im Taunus verbauen, wie es der Sion von Sono Motors auch hat. Dann kann man auch mal einem Akkuschwachen E-Auto Starthilfe geben.

Traumverwirklichung. Ich baue ein E-Auto.

Ford Taunus Umbau Projekt

Seit Jahren möchte ich ein E-Auto bauen. Bisherige Anläufe führten bislang aber immer nur zum Kauf eines entsprechenden Fahrzeugs. Einmal stand sogar schon ein Trabi in der Werkstatt, wurde dann jedoch durch einen Tazzari ersetzt. An diesem habe ich dann erste Erfahrungen mit dessen Reparatur und danach mit den Fahreigenschaften sammeln können.
Es folgte ein Citroen-Zero, der Bruder des Mitsubishi IMIEV als sehr schönes, kleines E-Auto. Danach fuhren wir Renault Fluence und derzeit einen Renault Zero. 
Nebenbei immer E-Bikes, speed Pedellec und Elektroroller.

Aber das eigentliche Bauen oder Umbauen eines Autos blieb bislang auf der Strecke. Meist mit der Entschuldigung, keine Zeit dafür zu haben, weil unser Resthof sehr arbeitsintensiv war. Jetzt haben wir verkauft, es steht also mehr Zeit und ein wenig Spielgeld zur Verfügung. Leider fehlt es jetzt an Platz in einer eignen Werkstatt.

Egal, es geht los und ich baue mein erstes E-Auto. Es wird ein E-Oldie, ein alter Ford Taunus. Genau der Typ Taunus, den ich als 17 Jähriger als mein erstes Auto gekauft und restauriert hatte.

Dazu passt auch ein Bericht über die aktuelle Tempolimit Diskussion. Aus Effizenzgründen wurde diese Diskussion auch in den 1980er Jahren schon geführt. Als Taunus Fahrer in dieser Zeit fand ich Tempo 120 sehr gut, denn danach stieg der Verbrauch immer über 10l/100km. Außerdem war der Motor eh nicht stark genug um schnell zu fahren.
Mit einem E-Auto merkt der Fahrer schnell, dass ab Tempo 90 der Verbrauch deutlich steigt. Dies liegt nun einmal an der Physik des Luftwiderstands.