Grün ist hübsch

Gestern war das Wetter gut. Es regnete, war kühl und leicht windig. Kein Grund sich nach draußen zu begeben also. Statt dessen ist dieses Wetter ganz gut um ein Auto zu lackieren. Die Vorbereitungen hatte ich ja schon fast fertig. Donnerstag war der Anschliff erfolgt und letzte Spachtelarbeiten gemacht worden. Also nur noch entfetten. Wer gerne putzt, dem könnte diese Arbeit Spaß bringen. Ich hasse es, alle Stellen mit einem Tuch abzureiben. Es ist aber wichtig, dass kein Fett auf der Oberfläche bleibt, die man lackieren will. Danach den Lack mischen und mit der Pistole üben. Ich habe schon seit Jahren nicht mehr lackiert und kann es auch nicht wirklich. Aber die Farbe im Innenraum, Kofferraum und Motorraum muss nicht perfekt sein. Wenn das Auto wieder fertig ist und die äußeren Flächen lackiert werden, dann wird dies in einer guten Lackiererei erfolgen.

Gestern ging es hauptsächlich darum, die nächsten Schritte des Zusammenbauens zu ermöglichen. Wenn ich Montag den Klarlack aufbringen kann, nachdem die Oberfläche noch einmal angeschliffen werden muss, dann geht es voran.
Für die Achshalterung habe ich gestern noch Bolzen besorgt. Aus Verzweiflung beim Baumarkt. Fachhändler, die einzelne Schrauben oder Kleinteile vertreiben gibt es hier leider nicht mehr. Immerhin habe ich Bolzen mit der Festigkeitsklasse bekommen, die zwar etwas länger als die Originale sind. Dienstag will ich dann versuchen, die Achse wieder unter das Auto zu bekommen. Darauf freue ich mich, ist es doch ein wesentlicher Teil des Fortschreitens.
Wer mag findet auf youtube auch ein kurzes Video der letzten Monate Vorbereitungszeit.

Nach Auskunft von Harrie werden auch Kotflügel und A-Säule in den nächsten Tagen in Holland sein. Dann bekomme ich die endlich zugeschickt.

Und die Akkus habe ich gestern auch bezahlt. Die Lieferung erfolgt auch in der kommenden Woche. Es kommt ein wenig Druck auf, endlich mit der Motorisierung beginnen zu dürfen. Vermutlich noch vor der Lackierung, ohne Türen und Motorhaube.

Vielleicht meldet sich ja auch der Sattler, dass die Sitze bald fertig sind. Dann braucht es nur noch meinen Fleiß und genug Zeit um diesen Sommer das Auto fertig zu stellen.

Zusammenbauen dauert länger als das Zerlegen

Es war zu erwarten und es tritt ein. Die Rekonstruktion der Achse dauert deutlich länger als das Zerlegen. Obwohl manche Teile sehr schwer zu entfernen waren.

Als Memo an mich müsste ich mir für die Zukunft noch mehr Bilder vom Original machen, denn einige Zeit ging dafür verloren, dass ich nicht mehr genau wusste wie die einzelnen Teile angebaut waren. Dadurch musste ich einige Schritte mehrfach ausführen. Lernen aus Fehlern stat anständiger Dokumentation. Ein kleines Video mit den einzelnen Bildern habe ich auch erstellt.
Man sollte sich zwischendurch deutlich mehr notieren. Aber vermutlich werde ich mich an diesen Tipp auch zukünftig nicht halten.

Das Suchen nach passenden Schrauben und Bolzen hatte ich mir einfacher vorgestellt. Aber die Eisenwarenläden sind zunehmend schlechter sortiert. Wegen jeder neuen Schraube das Internet zu bemühen finde ich lästig. Da greife ich dann lieber in die Kisten mit den ausgebauten alten Bolzen und frische diese auf wenn es geht. Leider musste ich einige beim Zerlegen abschneiden oder ausbrennen. Zum Beispiel muss ich jetzt Bolzen für die Achsaufhängung beschaffen. Ich frage da gleich mal bei Harrie nach, denn der versprach mir, das die neuen Kotflügel nächste Woche endlich geliefert werden sollen.

Durch die Corona Pandemie wurde die Lieferung aus Großbritannien sehr lange verzögert. Zwar waren Kotflügel und A-Säulen Bleche schon gefertigt, aber die Speditionen konnten nicht transportieren. Es fehlten die Transportkisten, weil deren Lieferant die Fabrik geschlossen hatte.
Aber nun gibt es Hoffnung, dass ich nächste Woche die Montage der Kotflügel und damit auch der Motorhaube durchführen kann.

Vermutlich werden dabei wieder einige Probleme der Passgenauigkeit auftreten.
Danach soll dann das Windblech repariert werden. Eine vermutlich nervtötende, zeitaufwändige Arbeit.

Achse raus

So, die Vorderachse hat den Ford verlassen. Ich hatte so etwas noch nie gemacht und entsprechend war der Respekt davor groß.
Aber es ging eigentlich ganz einfach, bis auf einen Bolzen der Achslagerung ließen sich alle entfernen. Diesen einen musste ich aber beidseitig absägen. Trotz professioneller elektrischer Säge dauerte das gut eine halbe Stunde.

Nun geht es an die Zerlegung der Vorderachse. Die Gummis und Buchsen werde ich tauschen. Nicht alle Muttern und Bolzen lassen sich einfach lösen, aber das wird schon, wenn ich geduldig bleibe. Auch die Bremssättel sehen nicht mehr hübsch aus und werden erst einmal zerlegt und ggf ersetzt. Die Bremsscheiben sind noch dick aber angerostet. Mal sehen was ich damit mache.

An der Lenkung ist auch etwas zu verbessern und alle Teile müssen gereinigt, entrostet und konserviert werden. Bis dahin sollte die Grundierung und der grüne Lack da sein um den Motorraum zu lackieren bevor die Achse wieder eingebaut wird.
Etwas Sorge bereitet mir die Ersatzteilbestellung. Ich bin unsicher, ob die Lieferanten auch wirklich meine Teile anbieten. Als Laie ist das oft verwirrend.

Gestern konnte ich auch meine neuen Schweißpunktfräser abholen. Diese

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Investition war Gold wert und leider auch fast so teuer. Ich hätte das man schon viel früher tun sollen. Dann hätte ich deutlich weniger gute, und weniger gute, Bohrer verschlissen. Aber jetzt haben mir die Fräser geholfen das komplette Windlaufblech doch noch zu entfernen. Entrostet und mit Rostumwandler behandelt wartet es auf die Muße, die Rostlöcher durch neue Bleche ersetzt zubekommem. Leider gibt es dieses Teil nicht neu oder reproduziert.