E-Komponenten besprochen

Heute haben zwei wichtige Telefonate stattgefunden. Die Konzeption des E-Antriebs im Ford nimmt Formen an. Entweder ich baue einen Motor direkt ohne Getriebe über die Kardanwelle an die Hinterachse oder ich behalte das Getriebe und kann einen schwächeren Motor verwenden.
Mit Getriebe habe ich ein Verschleißteil mehr und einen wahrscheinlich höheren Geräuschpegel. Dafür kann der Motor leichter und billiger ausfallen.
Ohne Getriebe kommt ein stärkerer Motor mit Wasserkühlung zum Einsatz, weil mehr Drehmoment zur Verfügung stehen muss. Der Ford soll ja auch am Berg vernünftig anfahren. Mehr Drehmoment sorgt für Sprintstärke ohne zu Schalten, dafür kann ein Getriebe mehr Flexibilität schaffen.
Und preislich stehen ca 20% Unterschied bei den Teilen zur Diskussion.

Aber teuer wird das Projekt ja eh. Wenn ich alleine die Restauration rechne wird mir schon ganz anders.
Hier hat sich leider noch keine gute Lösung angeboten. Mals sehen, was in den nächsten Wochen so passiert. Ich werde mich jedenfalls weniger dem Auto widmen, denn erst einmal geht es jetzt zum Projekt in Afrika.

Wenn ich es schaffe und mich die Ansprechpartner dort sehen wollen, dann kann ich mir in Tansania umgebaute Landrover ansehen. Die fahren dort mit der gleichen Technik, die ich in mein Auto auch einbauen will.

Blei Batterien sind wohl besser

Zumindest für mei Oldi Projekt. Wenn das Auto selten gefahren wird und nur kurze Strecken bewältigen muss, sind Lithium Akkus zu teuer und weniger Ökologisch.

In unserer Zoe ist dies anders, denn oft und über weite Strecken bewegt würden Blei Akkus zu häufig zu tauschen sein (ca alle vier bis fünf Jahre).

Zudem sind die Anschaffungskusten für Akkus und Ladegerät günstiger, Blei Batterien werden vielfach in Europa produziert und das Recycling funktioniert schon länger effektiv.

Leider sind sie schwer, womit die Zuladung im Fahrzeug schwindet.

Für jeden Zweck das Richtige zu finden ist eine Kunst. Beide E Roller für unsere Nahverkere fahren mit Blei, E Bikes und Familienauto mit Lithium.

Oldi und Co2 Bilanz

Was bedeutet es eigentlich für die Klimabilanz, wenn man ein altes Auto zu neuem Leben erweckt?

Nach dem Bericht auf edison Media werden für den Bau eines Mittelklasse Autos erwa 4,5t Co2 freigesetzt. Dafür könnte man mit einem Benzin Fahrzeug etwa 25.000 km fahren. Andere Studien gechen sogar von 10 bis 12 Tonnen CO2 pro produzierten Auto aus.

Vereinfacht gerechnet könnte ich von einer „Gutschrift “ von 50.000km ausgehen, wenn ein Auto nicht neu gebaut werden muss.

Der Taunus, den ich wieder auf die Straße bringe ist etwa 50 Jahre alt, hat also schon vier Autoleben hinter sich. Gutschrift rechnerisch 200.000km Fahrleistung.

Da ich aber einen Elektro Motor einbauen werde wird die Berechnung schwierer. Welchen co2 Ausstoß hat der Umbau und die Akkuproduktion der neuen Batterie? Das werde ich noch erforschen.

Zumindest bei den direkten Co2 Belastungen beim Fahren mit etwa 50g Co2 je km beim e Auto komme ich mit 4,5t co2 dann 90.000km weit.

Diese Fahrleistung wird ein Oldtimer aber sicher selten noch erbringen weil er doch eher in Garagen auf die schönen Sonnentage wartet.

Und natürlich gibt es auch CO2 Ausstoß bei der Batterieproduktion. Hier wird gerne eine große Tesla Batterie als Beispiel genannt, die unter ungünstigsten Bedingungen produziert einen Ausstoß von 22 Tonnen hätte. Unter günstigen Bedingungen übrigens durchaus gegen Null tendieren kann. Wenn dann noch bbedacht wird, dass e Autos und batterien schon heute länger halten als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren, dann bräuchte ich die Nachnutzug der Akkus für Solarstromspeicher gar nicht mehr anführen.

Ich habe mich nur bislang noch nicht entschieden, ob Blei oder Lifepo Akkus die beste Wahl sein werden.

Gut, Zeit zum Planen zu haben

Jetzt wo der Entschluss gefasst ist, endlich den Traum des elektro Oldie zu realisieren geht es ganz schön schnell voran. Ein Umbaupartner mit eigener Werkstatt ist gefunden. Der Meisterbetrieb will sich künftig um Kunden bemühen, die ähnliche Projekte verwirklichen wollen. Dafür stellt er Werkstatt und KnowHow zur Verfügung.
Eine Werkstatt für die groben mechanischen Arbeiten scheint auch gefunden zu sein, nur ist die weit weg und verschafft uns einen Kurzurlaub im Süden.
Der Lieferant der E-Komponenten hört sich zuversichtlich an und auch die Teilepreise sprengen das Budget nicht.
Der Taunus ist, zumindest telefonisch gekauft und wird in den nächsten Tagen abgeholt um dann zu entscheiden, welche Teile getauscht werden sollen.
Sogar einen Trailer Vermieter, der einen Sonderpreis für Langzeitmiete anbietet konnte ich auftreiben.
Auch zwei gebrauchte Fachbücher als Reparaturanleitung für alte Knudsen konnte ich auf ebay günstig ergattern.

Es geht weiter. Neueste Idee ist, eine AHK anzubauen um zB. einen Faltwohnwagen mit zu den Oldtimer Treffen ziehen zu können. Auch würde ich gerne eine E-Auto Ladesteckdose oder zumindest eine 230V Steckdose im Taunus verbauen, wie es der Sion von Sono Motors auch hat. Dann kann man auch mal einem Akkuschwachen E-Auto Starthilfe geben.

Traumverwirklichung. Ich baue ein E-Auto.

Ford Taunus Umbau Projekt

Seit Jahren möchte ich ein E-Auto bauen. Bisherige Anläufe führten bislang aber immer nur zum Kauf eines entsprechenden Fahrzeugs. Einmal stand sogar schon ein Trabi in der Werkstatt, wurde dann jedoch durch einen Tazzari ersetzt. An diesem habe ich dann erste Erfahrungen mit dessen Reparatur und danach mit den Fahreigenschaften sammeln können.
Es folgte ein Citroen-Zero, der Bruder des Mitsubishi IMIEV als sehr schönes, kleines E-Auto. Danach fuhren wir Renault Fluence und derzeit einen Renault Zero. 
Nebenbei immer E-Bikes, speed Pedellec und Elektroroller.

Aber das eigentliche Bauen oder Umbauen eines Autos blieb bislang auf der Strecke. Meist mit der Entschuldigung, keine Zeit dafür zu haben, weil unser Resthof sehr arbeitsintensiv war. Jetzt haben wir verkauft, es steht also mehr Zeit und ein wenig Spielgeld zur Verfügung. Leider fehlt es jetzt an Platz in einer eignen Werkstatt.

Egal, es geht los und ich baue mein erstes E-Auto. Es wird ein E-Oldie, ein alter Ford Taunus. Genau der Typ Taunus, den ich als 17 Jähriger als mein erstes Auto gekauft und restauriert hatte.

Dazu passt auch ein Bericht über die aktuelle Tempolimit Diskussion. Aus Effizenzgründen wurde diese Diskussion auch in den 1980er Jahren schon geführt. Als Taunus Fahrer in dieser Zeit fand ich Tempo 120 sehr gut, denn danach stieg der Verbrauch immer über 10l/100km. Außerdem war der Motor eh nicht stark genug um schnell zu fahren.
Mit einem E-Auto merkt der Fahrer schnell, dass ab Tempo 90 der Verbrauch deutlich steigt. Dies liegt nun einmal an der Physik des Luftwiderstands.