Teilesuche

Es ist schon aufwändig aber auch spannend. Gestern habe ich den neuen Wagen auf der Hebebühne untersucht und eine erste Liste mit zu beschaffenden Ersatzteilen erstellt. Die Technik wie Bremsen und Fahrwerk sind meist neu oder überholt zu bestellen. Aber Teile wie Kotflügel, Reparaturbleche oder Fensterdichtungen bereiten größere Probleme. Die Suche geht weiter.
Benötigtes Teil: Frontschürze Blech, Heckschürze Blech, Lenkung, Gummis Vorderachse, Traggelenke Vorderachse, Kotflügel links, Kotflügel rechts, Seitenteil Blech hinten links, Stoßdämpfer vorne, Stoßdämpfer hinten,   Bremsscheiben, Bremsbeläge, Bremssättel, Reparatursatz Bremssattel, Türspannstifte, Fenstergummis Heckscheibe, Fenstergummis Frontscheibe, Fenstergummis Seitenscheiben…

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Und demnächst wird dann auch die „Halle“ frei in der ich basteln kann. Als nächstes dann die Demontage. Die geht in der Regel schnell, vor dem Zusammenbau graust mir aber schon jetzt. Daran erinnere ich mich bei alten Projekten mit Schrecken.

Frühlingsanfang – Auto holen

Isolation im VW Transporter, so haben meine Tochter und ich den Frühlingsanfang verlebt. Morgens um vier aufstehen und kurz nach fünf in Richtung Kassel zu fahren. Nach etwa 500km in sechs Stunden dann das alte Auto, meinen Taunus aufladen. Die Ersatz-Teile auf der Pritsche festbinden und den Rückweg antreten. Persönliche Kontakte zu den Verkäufern oder Verkäufern im Imbiss unterwegs kamen nicht vor. Nur einmal musste ich einen geschlossenen Raum betreten, denn die Tankstelle hatte ihre Kasse weiterhin innen. Ich denke, mehr kann man kaum isoliert sein.
Abends dann wurde der Ford in die Selbsthilfewerkstatt gebracht und wir schauten uns noch kurz den Unterboden auf der Hebebühne an. Danach zu Hause ein Abschlussbier und ab ins Bett. Der Tag war anstrengend aber schön.
Das Beste daran, ich war über 15 Stunden mit der pubertierenden Tochter auf engem Raum zusammen und wir haben nicht gestritten. Ein seltener, schöner Tag.

Montag geht es weiter, dann wird die Liste geschrieben, welche Ersatzteile zu beschaffen sind. Dann Demontage beginnen und das Entrosten vorbereiten. Danach schweißen und die Technik überholen, grundieren und spachteln, dann lackieren und fast fertig. 😉

Montag zusätzlich mit der Zulassungsbehörde die konkreten Schritte besprechen, um diesen alten Wagen aus Holland in Deutschland zulassen zu können. Die Herausforderung wird sein, dass der Motor noch getauscht werden muss.

Es geht zumindest weiter. Ich habe Zeit und die Werkstatt ist nicht weit weg.
Außerdem ist dies ein Hobby bei dem wenig Ansteckungsgefahr besteht, denn in der Werkstatt bin ich fast immer alleine.

E-Komponenten besprochen

Heute haben zwei wichtige Telefonate stattgefunden. Die Konzeption des E-Antriebs im Ford nimmt Formen an. Entweder ich baue einen Motor direkt ohne Getriebe über die Kardanwelle an die Hinterachse oder ich behalte das Getriebe und kann einen schwächeren Motor verwenden.
Mit Getriebe habe ich ein Verschleißteil mehr und einen wahrscheinlich höheren Geräuschpegel. Dafür kann der Motor leichter und billiger ausfallen.
Ohne Getriebe kommt ein stärkerer Motor mit Wasserkühlung zum Einsatz, weil mehr Drehmoment zur Verfügung stehen muss. Der Ford soll ja auch am Berg vernünftig anfahren. Mehr Drehmoment sorgt für Sprintstärke ohne zu Schalten, dafür kann ein Getriebe mehr Flexibilität schaffen.
Und preislich stehen ca 20% Unterschied bei den Teilen zur Diskussion.

Aber teuer wird das Projekt ja eh. Wenn ich alleine die Restauration rechne wird mir schon ganz anders.
Hier hat sich leider noch keine gute Lösung angeboten. Mals sehen, was in den nächsten Wochen so passiert. Ich werde mich jedenfalls weniger dem Auto widmen, denn erst einmal geht es jetzt zum Projekt in Afrika.

Wenn ich es schaffe und mich die Ansprechpartner dort sehen wollen, dann kann ich mir in Tansania umgebaute Landrover ansehen. Die fahren dort mit der gleichen Technik, die ich in mein Auto auch einbauen will.

Der Vertrag ist zurück

Gestern, nach fast zwei Wochen, kommt der Vertrag für den Kauf meines Knudsen endlich an. Jetzt habe ich eine etwas größere Sicherheit, das Auto auch bearbeiten zu können.
Leider haben sich bisher die Möglichkeiten der Restaurierung weiter eingeschränkt. Einige Optionen, die finanziell und auf Grund zusätzlicher neuer Erfahrungen, interessant gewesen wären, fallen immer mehr weg. Ich bin gespannt, wie es weiter geht. Mein Kumpel Hans Dieter, den ich aus Indonesienkenne, ist noch immer stark involviert und hat auch gute Vorschläge.
Meine Befürchtung wächst jedoch, dass ich wieder selber an die Blech- und Lackarbeiten gehen könnte. Das möchte ich aber nicht wirklich. Mir gefällt das warme Kellerbüro immer besser. Die Werkstatt nur noch in Ausnahmefällen. Man ändert sich halt.
Gerade heute hat mich unsere Jüngste als „alt“ bezeichnet, der die heutigen Kinder ja gar nicht mehr verstehen könnte. In einigen Punkten gebe ich ihr recht 😉

Nächste Woche werden sich meine Gedanken dann vermutlich weiter weg von Auto, lokaler Politik und Pubertät bewegen. Dienstag geht es erst einmal nach Afrika. Das Tansania Projekt steht an.

 

Eigensinnig sein oder relaxen?

Heute rief der alte Ford Anbieter wieder an, der avisierte Käufer, dem er den Wagen zwischenzeitlich verkaufen wollte ist abgesprungen, nun könne ich wieder zugreifen.
Will ich das noch? Ich bin immer noch ziemlich sauer und würde darum lieber ein anderes Grundmodell erwerben.
Leider meldet sich der zwischenzeitlich interessant gewordene Anbieter aus dem mittleren Deutschland nicht schnell genug um neue Verhandlungen aufzunehmen.

Hin- und her-gerissen zwischen Enttäuschung und der Aussicht auf einen einigermaßen guten Taunus für die Restauration sitze ich hier und warte auf den Abend um Telefonate zu führen. Egal wie ich mich entscheiden sollte, im Nachhinein ist man schlauer.
Welche Grundsubstanz nun besser ist, kann ich kaum beantworten.

Leider steht im Moment der März Termin für die Restaurierung auch nicht mehr so sicher fest. Es ist wie so oft bei Projekten. Planung hilft, verhindert aber nicht das Chaos.

Was aber sicher ist, nur noch zwei Wochen bleiben mir zur Vorbereitung für die März Termine, denn zwischendurch werde ich vier Wochen in Tansania verbringen. Dort kümmere ich mich aber dann um andere Dinge.

Gut, Zeit zum Planen zu haben

Jetzt wo der Entschluss gefasst ist, endlich den Traum des elektro Oldie zu realisieren geht es ganz schön schnell voran. Ein Umbaupartner mit eigener Werkstatt ist gefunden. Der Meisterbetrieb will sich künftig um Kunden bemühen, die ähnliche Projekte verwirklichen wollen. Dafür stellt er Werkstatt und KnowHow zur Verfügung.
Eine Werkstatt für die groben mechanischen Arbeiten scheint auch gefunden zu sein, nur ist die weit weg und verschafft uns einen Kurzurlaub im Süden.
Der Lieferant der E-Komponenten hört sich zuversichtlich an und auch die Teilepreise sprengen das Budget nicht.
Der Taunus ist, zumindest telefonisch gekauft und wird in den nächsten Tagen abgeholt um dann zu entscheiden, welche Teile getauscht werden sollen.
Sogar einen Trailer Vermieter, der einen Sonderpreis für Langzeitmiete anbietet konnte ich auftreiben.
Auch zwei gebrauchte Fachbücher als Reparaturanleitung für alte Knudsen konnte ich auf ebay günstig ergattern.

Es geht weiter. Neueste Idee ist, eine AHK anzubauen um zB. einen Faltwohnwagen mit zu den Oldtimer Treffen ziehen zu können. Auch würde ich gerne eine E-Auto Ladesteckdose oder zumindest eine 230V Steckdose im Taunus verbauen, wie es der Sion von Sono Motors auch hat. Dann kann man auch mal einem Akkuschwachen E-Auto Starthilfe geben.