Zusammenbauen

Die Schule hat wieder angefangen, also bleibt deutlich weniger Zeit für das Hobby. Zum Glück sind die Arbeitsschritte, die am Stück zeitaufwändig sind fast alle erledigt. Jetzt kann ich manchmal nur eine Stunde etwas tun, bis die Werkstatt abgeschlossen wird.
Aktuell bin ich dabei die Kleinteile wieder zu befestigen und Justierungen an den Türen und Hauben durchzuführen. Und natürlich werden die Fenster endlich wieder eingebaut. Dabei stört jetzt, dass der Himmel noch nicht fertig ist. Mein Sattler hat sich zu viel Zeit gelassen und so warte ich auf Teppich, Seitenverkleidung, Himmel und Sitze. Mit Glück sind Himmel und Teppich am nächsten Wochenende abholbereit.

Die Scheibengummis sind nun endlich hier, wenn auch für das Heckfenster nur als Meterware. Damit ist es eine besondere Herausforderung, die Ecken gut und sauber abzudichten. Es ist sehr anstrengend, die Gummis über zu ziehen. Insbesondere bei den aktuell herrschenden Temperaturen. Nach nur 90 Minuten Arbeit am Auto war ich völlig verschwitzt. Das ist mir zuvor nicht passiert.

Der Einbau der anderen Kleinteile, wie Schlösser und Scharniere dauert auch immer seine Zeit. Die Mechanik zu verstehen braucht oft Ruhe, Überlegung und Feingefühl. Morgen werden wohl die Türschlösser samt Verschluss folgen. Die Türdichtungen habe ich jetzt fast fertig.
Auch die Ausstellfenster sind wieder abgedichtet drin. Hier fehlen „nur“ noch die Verschlüsse. Ich muss dafür noch einen guten Kleber auftreiben um Metall verlässlich auf Glas kleben zu können. Eine alte Schwachstelle bei den 70er Jahren Autos.

Neben dem Schulbeginn raubt die Organisation der Schule in Pandemiezeiten mehr Kraft und Zeit als in anderen Schuljahren. Auch muss ich mich wieder an die Papierordnung gewöhnen, denn als Klassenlehrere sind jetzt noch mehr Papiere sortiert und kontrolliert vorzuhalten als früher.

Wenn dann noch zusätzlich die Frau sich operieren lässt, die Mutter in Pflegeheim kommt, die Kinder pubertär sind und eine neue GmbH zu gründen ist, dann muss die vorhandene Zeit gut eingeteilt werden. Der Ford ist dann nur noch dran, wenn die Zeit auch verfügbar ist.
Aber er steht ja jetzt mit einem anderen schönen Auto zusammen in der Halle. Ein alter T3 Pritschenwagen wird dort ach zu neuem Leben erweckt.